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Staudenpflanzung Silbersommer
Anspruch und Wirklichkeit
Dr. Philipp Schönfeld
Die Staudenmischung "Silbersommer" hat sich in den vergangenen fünf Jahren am Standort Veitshöchheim gut entwickelt. Von April bis Oktober erhält sie bei der visuellen Bonitur gute Noten. Der anfangs hohe Pflegeaufwand hat sich in den letzten drei Jahren auf einem sehr niedrigen Niveau zwischen 2 bis 5 Minuten eingependelt. Die bisher vorliegenden Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass sich diese Staudenmischung auch im rauen Alltag des öffentlichen Grüns bewährt.
Seit dem Siegeszug der "pflegeleichten" Bodendecker Cotoneaster, Symphoricarpos und Geranium macrorrhizum 'Spessart' sind abwechslungsreiche, vielgestaltige und ästhetisch anspruchsvolle Flächenpflanzungen im öffentlichen Grün selten geworden. Das liegt sicher zum Einen an dem Zwang, Kosten sparen zu müssen und zum Anderen an der weit verbreiteten Unsicherheit im Umgang mit dem "Baustoff" Pflanze. Diese Unsicherheit verstärkt sich noch, wenn es darum geht, schwierige und extreme Standorte zu bepflanzen. Auch das Vorurteil, Staudenpflanzungen seien in der Anlage und Pflege teurer als Gehölzflächen ist nur schwer ausrottbar.
Geprüfte und bewährte Artenkombinationen von Stauden in Verbindung mit genauen Angaben zur Pflege stellen eine Möglichkeit dar, abwechslungsreiche und ansprechende Pflanzungen wieder ins öffentliche Grün zurück zu holen. Und das gilt nicht nur für "normale" Flächen sondern gerade auch für Extremstandorte, auf denen die üblichen Bodendecker versagen.
Die verschiedenen Mischungen haben inzwischen in der Praxis ihre erste Feuertaufe durchaus bestanden. Im Arbeitskreis "Pflanzenverwendung" im Bund deutscher Staudengärtner, der den Versuch "Silbersommer" ausgearbeitet hat, sind im Jahr 2004 die den Mitgliedern bekannten Staudenflächen im öffentlichen Grün zusammengestellt worden.
Nachdem der Versuch "Silbersommer" jetzt zu Ende geht ist es an der Zeit, Bilanz zu ziehen und zu prüfen, ob die selbst gesteckten Ziele erreicht worden sind.
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Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Dr. Philipp Schönfeld, Abt. Landespflege, Tel.: 0931/9801-409, Fax: 0931/9801-400
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