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Ambrosia - eine Gefahr für Mensch und Garten
Frank Angermüller
Bei der Aufrechten Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia), auch als Beifußblättriges Traubenkraut bezeichnet, handelt es sich um eine aus Nordamerika eingeschleppte, einjährige, leicht verwildernde Ruderalpflanze. Sie gehört damit zur Gruppe der invasiven Neophyten, die zunehmend in Europa Probleme bereiten.
Die Verbreitung erfolgte überwiegend unbeabsichtigt durch den Menschen. Erste Funde – um 1865 – in der Schweiz deuten schon auf ein vereinzeltes Vorkommen seit mehr als 140 Jahren in Europa hin. In mehreren europäischen Ländern wie Frankreich, Ungarn, Italien und der Schweiz hat sie sich schon massiv ausgebreitet. In der Schweiz werden die meisten Pflanzen in Hausgärten gefunden. Bisher findet man sie bei uns vor allem in Süddeutschland (Baden-Württemberg, Bayern sowie Südhessen) aber auch im Raum Berlin und Magdeburg. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte wahrscheinlich eine verstärkte Verbreitung zunächst über eingeführte Getreidevorräte der amerikanischen Armee. In späterer Zeit geschah eine weitere Verbreitung über verunreinigtes Vogelfutter. Da Ambrosia mit den Sonnenblumen verwandt ist, kann sie nicht auf den Feldern mit Sonnenblumen bekämpft werden und gelangt so in das Vogelfutter. Zudem können Samen durch Geräte und Fahrzeuge bzw. beim Transport von Humus oder Erde über weite Strecken befördert werden. Vor allem die Anpassung an viele Standorte und eine rasche Vermehrung zeichnen den Ausbreitungsdrang der Pflanze aus. Im Schnitt werden je Pflanze 3.000-4.000 Samen gebildet. Eine große Pflanze kann aber auch bis zu 60.000 Samen produzieren. Diese bleiben zum Teil bis 40 Jahre im Boden keimfähig. Die Verbreitung von Ambrosia wird wahrscheinlich durch den Wandel des Klimas begünstigt, da sie einen warmen und nicht zu trockenen Standort bevorzugt. Sie kommt jedoch häufiger wie bisher vermutet worden ist. Dabei wurden in Deutschland wie in der Schweiz die meisten Pflanzen bisher in Haus- und Kleingärten gefunden.
Die Aufrechte Ambrosie entwickelt sich in Abhängigkeit vom Standort von 0,3 m bis zu einer ca. 1,5 m hohen, stark verzweigten Pflanze. Sie keimt im April/Mai und wächst dann jedoch sehr langsam. Aus diesem Grunde erreicht sie Ende Mai erst eine Höhe von ca. 10-15 cm. Die Blätter sind gefiedert und auf Blattoberseite und der Unterseite grün.
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Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Frank Angermüller, Abt. Landespflege, Tel.: 0931/9801-415, Fax: 0931/9801-400
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