Pressemitteilung - 08. März 2016
Lebendige Weinbaugeschichte im Weinglas - Weinprobe „Alter Fränkischer Satz“ aus den ältesten Weinbergen Deutschlands

Die Interessengemeinschaft „Alter Fränkischer Satz“ veranstaltete am Samstag ihre jährliche Weinpräsentation mit zusätzlichen Gastweinen aus anderen deutschen Weinbaugebieten. Auf nur noch acht Hektar Fläche wachsen in Franken Weine aus sogenannten „Gemischten Sätzen“, d.h. Weinbergen mit vielen verschiedenen Rebsorten durcheinander gepflanzt. Die Flächen mit historischen Rebsorten dürfen sich „Alter Fränkischer Satz“ nennen. Das ist Weinbaukultur aus dem Mittelalter. Viele dieser Weinberge werden heute noch mit reiner Handarbeit bewirtschaftet, weil sie sehr eng gepflanzt sind und sich dazu in extrem steilen Lagen befinden.

Die Interessengemeinschaft „Alter Fränkischer Satz“ veranstaltete am Samstag ihre jährliche Weinpräsentation mit zusätzlichen Gastweinen aus anderen deutschen Weinbaugebieten. Auf nur noch acht Hektar Fläche wachsen in Franken Weine aus sogenannten „Gemischten Sätzen“, d.h. Weinbergen mit vielen verschiedenen Rebsorten durcheinander gepflanzt. Die Flächen mit historischen Rebsorten dürfen sich „Alter Fränkischer Satz“ nennen. Das ist Weinbaukultur aus dem Mittelalter. Viele dieser Weinberge werden heute noch mit reiner Handarbeit bewirtschaftet, weil sie sehr eng gepflanzt sind und sich dazu in extrem steilen Lagen befinden.

Raritäten aus Museumsweinbergen und Naturwein
Die Weinprobe begann mit zehn fränkischen Raritätenweinen. Darunter fünf Weine aus Museumsweinbergen wie Ickelheim, Oberschwarzach, Randersacker, Klingenberg und Sommerach. Die Museumsweinberge sind teilweise über 100 Jahre alt und mit historischen fränkischen Rebsorten, wie Adelfränkisch und Vogelfränkisch bestockt. Da die Flächen meist sehr klein sind, gibt es diese Weine nur in geringer Flaschenanzahl. Deshalb präsentierten manche Winzer bereits ihren Wein aus dem Jahr 2015, obwohl er noch im Fass reift.

Ergänzt wurden sie von „Alten Fränkischen Sätzen“ aus Zell am Ebersberg, Steinbach und Machtilshausen. Diese Weine sind sehr gute „Terroir-Anzeiger“ – vom Keuperboden schmecken sie mineralisch und kräuterig, vom Muschelkalk fruchtig und erdig, vom Flugsand duftig und verspielt. Um den Winzern und Weinfreunden eine Vorstellung zu geben, wie der Frankenwein im Mittelalter geschmeckt haben könnte, gab es einen „Naturwein“ aus dem Taubertal. Der Wein fiel völlig aus dem Rahmen: Ohne technische Hilfsmittel im Weinberg und Keller hergestellt war er naturtrüb, schmeckte erdig und nach reifem Obst. Der perfekte Begleiter zur fränkischen Brotzeit mit Bio-Käse aus dem Steigerwald, Naturbrot aus Heidingsfeld und Wurstspezialitäten aus Gaubüttelbrunn.

Gastweine aus anderen deutschen Weinbaugebieten
Danach gab es acht seltene Weine aus alten „Gemischten Sätzen“ und historischen Rebsorten von den fränkischen Nachbar-Weinbaugebieten: das „Rebsortenarchiv in der Südpfalz“, der „Kaiserstühler Satz“, der „Rheingauer Gemischte Satz“, der „Codex von 1820“ aus Heidelberg, der „Veteris Vites“ aus Monzingen, der „Riesling/Traminer“ aus Cölln, der „Rettet die Reben“ aus Kernen und ein „Gelber Orleans“ aus Laumersheim. Winzer und Gäste waren beeindruckt von der immensen Vielfalt der Aromen und Geschmackserlebnisse dieser besonderen Weinprobe. Organisiert wurde der Abend von Gerd Sych und Kai Wagner, Slow Food-Convivium Hohenlohe-Tauber-Main-Franken sowie von Josef Engelhart, Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Veitshöchheim.

Ansprechpartner: Josef Engelhart
Tel. 0931 9801-528
E-Mail: Josef.Engelhart@lwg.bayern.de