Pressemitteilung - 14. März 2016
Erfolgreiche Ausstellung der Meister- und Technikerschule für Weinbau und Gartenbau - Der Natur auf der Spur

„Der Natur auf der Spur“ waren Studierende der Technikerklassen in diesem Jahr. Wie in den vergangenen Jahren präsentierten sich alle drei Fachrichtungen der Meister- und Technikerschule für Weinbau und Gartenbau den Besuchern auf dem Gelände der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim.

Eure Majestäten: Blumenfee, Apfel- und Weinkönigin
Nachdem Studierende die Fachrichtungen Gartenbau, Garten- und Landschaftsbau sowie Weinbau und Oenologie bei der offiziellen Eröffnung vorgestellt hatten, begrüßte der Präsident der LWG, Dr. Hermann Kolesch, die Gäste, unter anderem auch den zweiten Bürgermeister von Veitshöchheim, Winfried Knötgen, die deutsche Blumenfee, Alexandra Berchtenbreiter, die fränkische Weinkönigin, Kristin Langmann sowie die fränkische Apfelkönigin, Franziska Seubert. Reimund Stumpf, der erste Vorsitzende des Verbandes ehemaliger Veitshöchheimer (VEV), brachte seine Freude über die großartige Leistung der Studierenden zum Ausdruck und betonte, dass der Verband gerne die finanzielle Unterstützung des Projektes übernommen habe.

In einer Podiumsdiskussion stellten Studierende den Vertretern der Berufsverbände kritische Fragen z. B. zum Thema Mindestlohn im Gartenbau, Nachwuchswerbung und Nachwuchsqualifizierung im Garten- und Landschaftsbau sowie zum neuen Design des Bockbeutels. Roland Albert, Präsident des Bayerischen Gärtnereiverbandes, Ulrich Schäfer, Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern, und Oskar G. Noppenberger Vizepräsident des Fränkischen Weinbauverbandes standen Rede und Antwort.

Kräuterbratwurst und Kräutersalz
Die Ausstellungsbeiträge der Fachrichtung Gartenbau zeigten den Besuchern, wie unterschiedlich die Tätigkeitsfelder eines Gärtners sind. Drei Studierende nutzten das Versuchsgewächshaus zu Anzucht und Präsentation von gängigen aber auch weniger bekannten Gemüsesorten wie etwa Meerrettich. Gleich nebenan verbreiteten die angehenden Techniker intensive Kräuter-Düfte, etwa von Thymian, Lavendel und Rosmarin. Hungrig davon, konnte man frische Kräuterbratwurst essen oder selbst hergestelltes Kräutersalz probieren.

Laser-beschriftete Äpfel, Bestäuber, Schlupfwespen und Marienkäferlarven
Dass auch in kleinen Gärten Äpfel wachsen, davon überzeugten sich die Besucher am nächsten Stand mit einem Spalierbaum, der etwa an einer Hauswand kaum Platz braucht. Wie man Äpfel mit einem gelaserten Schriftzug exklusiv als Werbung oder „Grußkarte“ nutzt, zeigten die Studierenden ebenfalls. Welche wichtige Rolle die Bienen für den Obstertrag spielen, führten zwei Studierende anhand von unterschiedlich großen Apfelmengen anschaulich vor. Mit dem Einsatz der fleißigen Bestäuber ist der Obstertrag um 70 % höher! Marienkäferlarven und Schlupfwespen sah man am Stand Biologischer Pflanzenschutz mit Nützlingen und natürlichen Gegenspielern. Dabei werden keine synthetischen Pflanzenschutzmittel eingesetzt.

Informationen über die ersten Frühjahrsboten lieferte der Stand mit Blumenzwiebeln. Hier leuchteten vorgetriebene, intensivblaue Iris. Jede Pflanze braucht zum Gedeihen die passende Erde. Ein Studierender hatte verschiedene Substrate in Glasgefäßen ausgestellt, darunter Spezialerde für Orchideen, für Zitrus- oder fleischfressende Pflanzen.
Pflanzen für Kübel oder Balkonkästen zeigten die Studierenden in geeigneten Gefäßen, auch Bewässerungssysteme und besondere Gehölze wie etwa den Japanischen Papierbusch (Edgeworthia chrysantha). Dieses früh blühende Laubgehölz bezaubert von März bis April mit weißgelben, duftenden Blüten.

Weinbau und Oenologie: acht Anbaugebiete
Die angehenden Techniker der Fachrichtung Weinbau und Oenologie präsentierten die acht Anbaugebiete, aus denen die Studierenden stammen mit informativen Plakaten, Boden- und Gesteinsbeispielen sowie den dazugehörigen Weinen. So konnten die Besucher an einer genussvollen Reise von der Mosel bis nach Südtirol teilnehmen.

Live-Baustelle beim Garten- und Landschaftsbau
Die Studierenden der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau hatten ihren Ausstellungsbeitrag als „Die GaLaBau-Manufaktur“ gestaltet. Ziel der Studierenden war, den Besuchern auf einem Rundgang mit vier Stationen zu zeigen, wie der Landschaftsgärtner aus den persönlichen Wünschen und Bedürfnissen des Kunden einen Traumgarten entstehen lässt.

An der ersten Station machten die angehenden Techniker deutlich, dass professionelle Beratung der erste Schritt auf dem Weg ist. So lassen sich Fehlplanungen vermeiden und einzelne Ideen zu einem ansprechenden Gesamtkonzept zusammen führen. An der zweiten Station zeigten sie, wie mit einer professionellen Gartenplanung Baufehlern vorgebeugt und der Garten schrittweise realisiert wird. Die Besucher waren eingeladen, bei der Planentstehung live dabei zu sein und an virtuellen Gartenrundgängen teilzunehmen. Die nächste Station demonstrierte die große Bandbreite des Garten- und Landschaftsbaus. Kleine Baustellen zeigten die Ausführung und den Schichtaufbau von Wegen, Mauern, Holzterrassen, Teichen und Pflanzungen. Zuletzt führte der Weg die Besucher in einen „Traumgarten“ mit gemütlicher Terrasse, einem Wasserbecken mit Wasserspiel, einer abwechslungsreich bepflanzten Fläche und einem Kräuterbeet.

Dank an Helfer und Sponsoren
Nur mit der tatkräftigen Hilfe von LWG-Mitarbeitern, Angehörigen und Freunden sowie den Studierenden des ersten Schuljahres waren Aufbau, Durchführung und Abbau der Ausstellung zu schaffen. Auch bei der Bereitstellung und Finanzierung der Materialien und Pflanzen gab es großzügige Unterstützung durch den VEV, elterliche Betriebe und zahlreiche Firmen. Herzlichen Dank an alle Helfer und Sponsoren!