Pressemitteilung - 28. April 2016
Mit Hubschrauber, Heizkerzen und Windrad - Frostschäden im Weinberg vorbeugen

Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) wird im Rahmen ihres Forschungsprojektes „Untersuchungen zur Prävention von Spätfrostschäden“ in den frühen Morgenstunden des Freitages, 29. April 2016, alle Maßnahmen zur Frostschadensprävention wie Heizkerzen, das festinstallierte Windrad, das Feinsprühverfahren als Frostschutzberegnung, Heizdrähte und auch den Hubschrauber einsetzen.

Erneute Gefahr von Frühjahrsfrost
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag rechnen die fränkischen Winzer erneut mit der Gefahr eines Frühjahrsfrostes für die Reben, dieses Mal allerdings durch eine klassische Inversionswetterlage. Bereits am vergangenen Sonntag hatte es lokal massive Frostschäden durch das Vordringen eines Kaltluftkeils aus dem Norden, der eisige Winde mit sich brachte, gegeben.

Hubschrauber in Sommerach
Der Hubschrauber soll bei Sommerach etwa von 5:30 – 7:00 Uhr zum Einsatz kommen, um obere und untere Luftmassen zu verwirbeln. Im Anschluss wird für circa 30 Minuten mittels Drohnenflug großflächig die Temperatur gemessen, um den Erfolg des Hubschrauberfluges zu überprüfen. Das Mitfliegen im Hubschrauber ist aus versicherungstechnischen Gründen leider nicht möglich. Seit Tagen beurteilen die Weinbau-Experten bei ihren sogenannten Bonituren den Zustand der Weinreben an verschiedenen Standorten.

Himmelstadt, Sulzfeld, Veitshöchheim
In Himmelstadt werden die Reben mit Wasser berieselt, die entstehende Erstarrungswärme soll ausreichen, um die Temperaturen nicht weiter absinken zu lassen. Das Windrad wird ab etwa 3:30 Uhr eingesetzt, um die Luftschichten zu verwirbeln. In Sulzfeld kommen „Heizöfen“ ab etwa 3:30 Uhr, die sogenannten Stopgel-Kerzen zum Einsatz. Das sind Blecheimer mit einer wachsartigen, brennbaren Substanz, die zwischen die Rebzeilen gestellt werden. Festinstallierte Heizdrähte sind direkt in die Rebzeilen am Wölflein angebracht, oberhalb des LWG-Campus in Veitshöchheim.


Wegbeschreibungen Sommerach, Himmelstadt, Sulzfeld

Sommerach
Auf der Staatsstraße 2271 von Volkach nach Sommerach fahren. Nach Sommerach abzweigen und über den Kanal fahren. In der Linkskurve rechts und danach gleich wieder links abbiegen. Am Waldrand entlang bis zum Rondell fahren. Am Rondell rechts abbiegen. Nach ca. 150 Metern können Sie die Autos unserer Mitarbeiter sehen.

Himmelstadt
B 27 in Richtung Karlstadt: an der Kreuzung (Abzweigung) nach Himmelstadt, von der B 27 rechts (!) in die Weinberge abbiegen. Den 2. Weinbergsweg rechts abbiegen (man kommt am Windrad vorbei). Am Ende des Weges links abbiegen nach 100 m sieht man eine Weinbergshütte (Aufenthaltsort der Mitarbeiter) und das Fahrzeug der Mitarbeiter nach weiteren 150m ist links die Frostberegnungsanalge.

Sulzfeld
Von Kitzingen kommend nach dem Ortsschild rechts abbiegen. Nach 20 m an der Weggabelung rechts halten und den Berg hochfahren und in den Weinbergen geradeaus. Am Ende des Weges rechts abbiegen und die 2. Abzweigung rechts abbiegen. Nach 150 m ist der Versuch auf der linken Seite zu sehen.

Achtung ! ! ! Ob der Hubschrauber tatsächlich eingesetzt wird, hängt von der aktuellen Wetterlage ab und wird kurzfristig vom Projektleiter entschieden. Bitte melden Sie sich am Donnerstag, den 28. April 2016 zwischen 15 und 16 Uhr unter
Tel. 0931 9801-149 oder 0173 5337039
E-Mail: presse@lwg.bayern.de

Weitergehende Informationen finden Sie unter:

Helikopter Frostbekämpfung Sommerach

Anfahrt zur Frostbekämpfung mit dem Helikopter in Sommerach

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Frostbekämpfung Sulzfeld

Anfahrt zur Frostbekämpfung in Sulzfeld

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