Pressemitteilung - 10. Januar 2018
Weinbaugebietsversammlungen 2018 - Up-to-date für das anstehende Weinbaujahr

Auch in diesem Jahr informiert die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) aus Veitshöchheim an den Weinbaugebietsversammlungen über aktuelle und wichtige Themen rund um den Weinbau und das kommende Weinbaujahr. Die Versammlungen, zu denen die gesamte Fränkische Weinwirtschaft herzlich eingeladen ist, finden an acht Terminen in ausgewählten fränkischen Weinbaugemeinden statt. Die weinbaulichen Informationsveranstaltungen werden in Kooperation mit dem Institut für Weinbau und Oenologie der LWG sowie dem Weinbauring Franken e. V. und dem Fränkischen Weinbauverband e. V. durchgeführt. Der Eintritt ist selbstverständlich frei.

Laubschnitt und Entlauben – Was geschieht in der Rebe?
Damit wird die Vortragsreihe der letzten Jahre vom Pflanzen eines Rebstocks über die Jungfeldpflege und den „Sanften Rebschnitt“ um das Management der Laubwand fortgesetzt. Denn die Qualität des Weins wächst im Weinberg! So lassen sich mit der richtigen Laubwandgestaltung Traubenqualität und Traubengesundheit verbessern. Mit einem Blick in die Praxis und Handlungsempfehlungen werden beispielsweise das Entblättern in der Traubenzone für eine bessere Belüftung oder Vor- und Nachteile einer frühen bzw. späten Entblätterung vorgestellt. (Referenten: Artur Baumann/Christian Deppisch)

Hoch aktuell – Extrem wichtig!
Die neue Dünge-Verordnung (DüV) – Auswirkungen für den Weinbau
Mit Inkrafttreten der neuen Düngeverordnung zum 02.06.2017 ergeben sich Änderungen für die Anwendung von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten sowie Pflanzenhilfsmitteln für den Weinbau. Neben der Vorstellung der den Weinbau betreffenden Änderungen werden auch Hilfestellungen für die Düngebedarfsermittlung dargestellt. Außerdem wird eine Anwendung, speziell für Weinbaubetriebe, hinsichtlich der Nährstoffbilanzierung für die Überprüfung des Nährstoffeinsatzes und der entsprechenden Beurteilung der Nährstoffeffizienz vorgestellt. Denn von der Umsetzungspflicht der Nährstoffbilanzierung werden in Zukunft wesentlich mehr Weinbaubetriebe betroffen sein. (Referenten: Dr. Daniel Heßdörfer/Christian Deppisch)

Immer aktuell!
Probleme aus dem Rebschutz – Rückblick und Ausblick
Der Pflanzen- und Rebschutz erfährt derzeit insgesamt durch die anhaltende Glyphosat-Diskussion eine negative öffentliche Wahrnehmung. Umso wichtiger ist es, dass die Winzer durch die Einhaltung der guten fachlichen Praxis dieses negative Bild verbessern helfen. Beispielhaft soll dies durch leicht durchzuführende Maßnahmen aufgezeigt werden. Daneben werden die Ursachen für die frühe Fäulnis des Jahrgangs 2017 betrachtet und Handlungsempfehlungen für die Ernte 2018 ausgesprochen. Welche Pflanzenschutzneuzulassungen stehen an? Und mit welchen Schwierigkeiten mit Blick auf die neuen Zulassungsbestimmungen für den Weinbau ist zu rechnen? Diese und weitere Fragen werden bei der Vorstellung der aktuellen Situation zur Zulassung der Pflanzenschutzmittel beantwortet. (Referenten: Heinrich Hofmann/Hans-Jürgen Wöppel)

Schon wieder aktuell:
Die Reblaus in Franken – Kehrt die Geisel des Weinbaus zurück?
Der Strukturwandel im Weinbau wird vermehrt dazu führen, dass kleine, abseits liegende oder schwer zu bewirtschaftende Rebflächen aus der Produktion ausscheiden. Bei unterlassener oder nicht ordnungsgemäßer Rodung bieten solche Flächen durch den Unterlagenaustrieb ideale Ausbreitungsvoraussetzungen für die Reblaus. Hinzu kommt der Klimawandel, der das Auftreten von Blattrebläusen begünstigt. Neben einer Sensibilisierung der Winzerschaft werden auch Gegenmaßnahmen und Handlungskonzepte vorgestellt, um eine Ausbreitung sowie genetische Veränderung der Reblaus zu vermeiden. (Referenten: Hans-Jürgen Wöppel/Heinrich Hofmann)

Immer hilfreich:
Gewusst wie – Aktuelles aus der Förderung
Mit der Vorstellung von Neuerungen und Veränderungen des Bayerischen Programmes für Weinbau Teil A und Teil B soll das Verfahren für die Antragssteller transparenter und verständlicher gemacht werden. Durch dieses Förderprogramm unterstützt die EU die Umstellung von Rebsorten und Zeilenbreiten (Teil A) mit der Zielsetzung, die Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Über den Teil B kann das Schaffen von qualitätsverbessernden und wettbewerbsfähigeren Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen, wie Neuanschaffungen von Kellertechnik oder Baumaßnahmen, gefördert werden. Seit dem 01.01.2018 wird dafür ein Priorisierungssystem (Punktesystem) eingesetzt, welches ebenfalls vorgestellt wird. (Referenten: Dr. Matthias Mend/Peter Wolter)

Und zum Schluss:
Fränkisches Entertainment auf höchstem Niveau und was zum Mitnehmen! „Franken – Silvaner Heimat seit 1659“
Das Präsidium des Fränkischen Weinbauverbandes präsentiert unter dem Motto ´Eine fränkische Gärung´ die Findung der neuen Dachmarke, den Kern sowie die Inhalte der neuen Marke. Die Teilnehmer der Gebietsversammlungen werden in diesem Zusammenhang auch schon einige der neuen und attraktiven Werbemittel mitnehmen können.

Alle Termine auf einen Blick: (Beginn jeweils um 19.00 Uhr)
16.01.2018 in Ergersheim, Gasthaus zum Roß
17.01.2018 in Frickenhausen, Historischer Ratskeller
23.01.2018 in Iphofen, Karl-Knauf-Halle
24.01.2018 in Stetten, Werntalhalle
25.01.2018 in Nordheim, Turnhalle
30.01.2018 in Ziegelanger, Gasthaus zur Sonne
31.01.2018 in Obererthal, Gasthaus zum Stern
01.02.2018 in Erlenbach/Main, Frankenhalle