Pressemitteilung - 04. Juni 2018
LGS 2018 Würzburg: Wenn der Wein seine Geschichte erzählt

Kann man die Herkunft des Weines schmecken? Was hat ein Nickender Milchstern (Ornithogalum nutans) oder die Wilde Tulpe (Tulipa sylvestris) im Weinberg zu suchen? Und was ist eigentlich ein typisch ´Fränkischer Satz´? Während der Themenwoche „Boden, Wein und Artenvielfalt“ der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) vom 7. bis 13. Juni 2018 kommen nicht nur alle weininteressierten Besucher auf der Landesgartenschau 2018 in Würzburg auf ihre Kosten. Auf der „Grüne Oase“ des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten finden Tradition und Moderne zusammen. Mit bunt blühenden Außenflächen, einem Rahmenprogramm zum Mitmachen für Groß und Klein und thematisch wechselnden Ausstellungen ist der Pavillon der Bayerischen Landwirtschaftsverwaltung, der in diesem Jahr ganz im Zeichen des Weines steht, immer einen Besuch wert.

Herkunft, die man schmeckt (vom 7.-10.06.)
Der Frankenwein ist nicht nur tief verwurzelt in der Kultur und prägt Landschaft und Menschen in „Weinfranken“, sondern wurzelt auch tief im Germanischen Trias. Doch nicht nur der Boden – das terroir (lat. terra Erde), auch das für den Weinausbau gewählte Gefäß hinterlässt im Wein einen bleibenden Eindruck. Bei der Verkostung von Silvaner-Weinen, gewachsen auf den unterschiedlichen Gesteinen und ausgebaut in teils exotischen Gefäßen wie Beton-Ei oder Tonamphore, werden die Sinne auf die Probe gestellt. Bei einem Streifzug durch den Rebengarten begibt man sich zum Anfang der Weinentstehung und kann u. a. die unterschiedlichen Bodenprofile besichtigen und mit dem "Fränkischen Satz" ein Blick zurück in die Weingeschichte werfen.

Biodiversität: nicht nur fürs Auge (vom 11.-13.06.)
Eine große Vielfalt von Pflanzen, Tieren und Kleinstlebewesen bringt nicht nur Leben und Farbe in die Weinbergzeilen, sondern ermöglich auch ein stabiles, sich selbst regulierendes Ökosystem, indem die Reben besonders gut gedeihen. Experten erklären, was Biodiversität bedeutet und wie die Vielfalt Einzug in und um die Rebzeilen erhält. Bei einem Blick durchs Mikroskop begegnet man zudem verschiedenen Insekten und trifft sich mit ihnen Auge in Auge. Die Kleinsten kommen beim Bemalen von Schneckenhäusern auf ihre Kosten und erfahren dabei, warum Schnecken im Weinberg so wichtig sind.

Die Sinne verzaubern
Abkühlung bei den sommerlichen Temperaturen finden Sie im Herzen des Rebgartens in einem ganz besonderen Hörsaal: dem Vinomax. Ausgehend vom Leitfossil des Fränkischen Muschelkalks, der die Grundlage einzigartiger Weinlagen und deren großen Weine ist, wurde das Vinomax, bestehend aus 400 per Hand montierter Einzelteile, entworfen. Im Inneren kann multimedial in weinbauliche Themen eingetaucht und die bisher zehn, über ganz Franken verteilten, „Magischen Orte – terroir f“ bildgewaltig erlebt werden. Bei der Verkostung von LWG-Weinen (immer mittwochs, an den übrigen Tagen Weine des Fränkischen Gewächs), die normalerweise nicht im freien Handel verfügbar sind, können Sie ganz besondere und exklusive Gaumenfreuden genießen.

Art meets Wine
Mit seinen bunt blühenden und abwechslungsreich gestalteten Außenfläche sorgt der Beitrag der Bayerischen Landwirtschaftsverwaltung (im Themenbereich Wissensgärten) nicht nur für wahre Augenfreuden, sondern vielmehr auch für einen Farbklecks der ganz besonderen Art: So präsentiert sich in Sichtweite zum Vinomax ein ganz besonderer Shooting-Star auf dem Laufsteg der Produktverpackungen: der mit dem Deutschen Verpackungspreis 2017 ausgezeichnete Bocksbeutel PS. Übermannshohe und mit weinbaulichen Motiven bunt gestaltete Modelle bringen dabei „Wine & Art“ zusammen.