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Analytik/Honig

Die Honiganalytik

Mit der Eingliederung der Bayerischen Landesanstalt für Bienenzucht in die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau wurde der Fachbereich Honiguntersuchung in das Sachgebiet Biologische Analytik des Fachzentrums Analytik integriert. Frau K. Knoke ist seit 2005 für die Durchführung der Honiganalytik zuständig.

Das Honiglabor, das in seinen Wurzeln auf Prof. Zander (1873-1957), dem langjährigen Leiter der Landesanstalt für Bienenzucht zurück reicht, ist bis heute unverzichtbar für die Forschung und die praktische Imkerei.

Die Schwerpunkte der Honiguntersuchungen beziehen sich auf die Qualitätssicherung und die Qualitätsverbesserung der Honige aus Bayern. Ergänzend werden Honiguntersuchungen für die Honigprämierungen der Verbände und im Rahmen des Bundesbienenmonitoring durchgeführt. Auf diesen Grundlagen arbeitet die Honiganalytik für die imkerliche Forschung wie für die imkerliche Beratung eng mit dem Fachzentrum Bienen und den imkerlichen Fachberatern in Bayern zusammen.

Die klassische Honiganalytik umfasst eine sensorische Beurteilung, eine chemisch-physikalische und eine mikroskopische Analyse. Zur sensorischen Beurteilung zählen z.B. Farbe, Konsistenz, Sauberkeit, Geruch und Geschmack. Die chemisch-physikalische Analyse ermittelt den Wassergehalt, ein wichtiges Qualitätskriterium, das Einfluss auf die Haltbarkeit des Honigs hat, die Invertaseakti-vität als Maß für Reife und „Naturbelassenheit“ des Honigs, den HMF-Gehalt als ein weiteres Indiz für die schonende Behandlung und somit Erkennungsmerkmal für Wärmeschäden, die Thixotropie zur Beurteilung der Heidehonige, sowie die elektrische Leitfähigkeit zur Ergänzung der Pollenanalyse und Sortenbestimmung. Je nach Fragestellung können auch weitere Untersuchungen notwendig sein. So ermöglicht die Kooperation mit anderen Instituten weitergehende Untersuchungen, wie die Analyse des Zuckerspektrums oder von Rückständen.

Der umfangreichste und auch anspruchsvollste Abschnitt der Honiguntersuchung ist die mikroskopische Analyse. Die Differenzierung der einzelnen Pollen, ggf. auch der Honigtauelemente und der Sedimentbestandteile dient zur Feststellung der botanischen Herkunft des Honigs und ist für die ordnungsgemäße Deklaration der Honigsorte unabdingbar.

Über diese eigentlichen Aufgabengebiete hinaus, ist die Honiganalytik auch Projektbestandteil des Biologie-Referendariats von zukünftigen Gymnasiallehrern und in zahlreichen Facharbeiten der Abschlussjahrgänge an bayerischen Gymnasien eingebunden.



Anschrift des Honiglabors:
Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau
Fachbereich Honiganalytik
Herrnstraße 8
97209 Veitshöchheim
0931/9801-522



Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau
Fachzentrum Analytik