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Bildsymbol Berufsausbildung und Qualifizierung | Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau |
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Berufsausbildung und Qualifizierung

Bildcollage: Bilder von der Ausbildung im Weinbau

Eine gute fachliche Ausbildung ist die Grundlage für den Einstieg in den Beruf der Winzerin und des Winzers. Die ständigen Veränderungen im Bereich der Produktion und die wechselnden Erfordernisse des Marktes erfordern eine konsequente Weiterbildung. Die Landesanstalt bietet deshalb für Winzer und Winzerinnen ein gut strukturiertes Angebot an Ausbildungs- und Fortbildungsmaßnahmen im Weinbau an:

Zu den Fortbildungsangeboten und den Vorträgen der Gebietsversammlungen Weinbau

Ausbildungsberuf Winzer:

Der Tätigkeitsbereich des Winzers / der Winzerin erstreckt sich auf den umweltschonenden und qualitätsorientierten Weinbau, den Weinausbau im Keller und die Weinvermarktung. Bei all diesen Arbeiten ist der routinierte Umgang und der Einsatz von Maschinen und Geräten selbstverständlich. Qualifizierten Fachkräften bietet der Arbeitsmarkt gute Aufstiegschancen. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Ausbildungsdauer auf 24 Monate verkürzt werden Die Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau ist die zuständige Stelle für den Ausbildungsberuf des Winzers in Bayern.

  • Sie überwacht die Durchführung der Berufsausbildung und die berufliche Umschulung.
  • Sie berät Ausbildende und Auszubildende, unterstützt sie bei der Suche nach Ausbildungsbetrieben
  • Sie entscheidet über Verkürzung oder Verlängerung der Ausbildungszeit sowie über die Zulassung zur Abschlussprüfung oder zu Fortbildungsprüfungen (z. B. Meisterprüfungen)
  • Sie führt das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse.
  • Sie stellt die Eignung von Ausbildungsstätten und Ausbildern fest.
  • Sie errichtet Prüfungsausschüsse und erlässt Prüfungsordnungen.
  • Sie führt Zwischen-, Abschluss- und Fortbildungs-, und Meisterprüfungen durch.

Die Berufsausbildung selbst wird an zwei Lernorten vermittelt: dem Ausbildungsbetrieb, in Verbindung mit überbetrieblichen Lehrgängen und Schulungen und der Berufsschule (duales System)

Berufliche Fortbildung und Qualifizierungsmaßnahmen

Wissen und Fähigkeiten der Berufsausbildung und der ersten Berufsjahre genügen in den meisten Fällen nicht mehr, um eine dreißig bis vierzig Jahre lange Berufslaufbahn sinnvoll zu durchlaufen, man hat nie „ausgelernt“. Nach der Schule und Berufsausbildung muss sich daher jeder Winzer konsequent und eigenverantwortlich fortbilden, Lebenslanges Lernen ist hier, wie in allen anderen Berufen auch, dringend notwendig. Die Landesanstalt bietet dafür verschiedene Möglichkeiten an:

Meisterausbildung:

Die Winzermeister führen i.d. Regel selbständig ihren Weinbaubetrieb. Sie sind dort für die Arbeitserledigung im Weinberg und Keller, für Marketing und Ausbildung verantwortlich. Bei der Ausbildung zum Winzermeister/zur Winzermeisterin handelt es sich um eine berufliche Fortbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG), die eine Ausbildung in dem anerkannten Ausbildungsberuf Winzer/in oder einem anderen landwirtschaftlichen Ausbildungsberuf mit mehrjähriger Berufspraxis voraussetzt. Für die Meisterprüfung werden durch die Landesanstalt verschiedene Vorbereitungskurse angeboten, in den Bereichen Sensorik und Betriebswirtschaft. Die optimale Vorbereitung auf die Meisterausbildung ist der Besuch der 3-semestrigen Fachschule für Weinbau in Veitshöchheim.

Lehrgänge für Nebenerwerbswinzerinnen und -winzer:

Für Weinbergsbesitzer mit anderen beruflichen Laufbahnen bietet die Landsanstalt den Lehrgang für Nebenerwerbswinzer an. Insgesamt 65 Stunden dauert der Lehrgang, auf etwa 1 ½ Jahre verteilt, von November bis März des übernächsten Jahres. Weinbau, Kellerwirtschaft, Weinsensorik, Betriebswirtschaft und Marketing sind die Schwerpunkte des Lehrgangs. Die Teilnehmer des Lehrgangs können sich nach Beendigung der Fortbildungsmaßnahme auch zur Berufsabschlussprüfung (nach §45, Abs. 2 BbiG) anmelden. Voraussetzung dafür ist eine verantwortliche Tätigkeit im Weinbau von mind. 8 Jahren (im Nebenerwerb).

Qualifizierungslehrgänge:

Außerhalb der beruflichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen bietet die Landesanstalt Qualifizierungslehrgänge an, mit denen die Winzer sich auf die unterschiedlichen Erfordernisse des Marktes einstellen können. Es sind sowohl fachliche Fortbildungen, als auch Fortbildungen im Dienstleistungsbereich. Angeboten werden Lehrgänge zur Weinprobenmoderation, Sensorik, Verkaufstraining, Marketing, aber auch Seminare für Gästeführer und Weingutsführer. Die Seminare werden mit Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds unterstützt.