Rebsorte
Domina

Lilablaue Trauben der Rebsorte Domina mit typisch stark ausgeprägten Schultern

Hildenbrand © LWG

Die rote Rebsorte ist eine Kreuzung aus dem Blauen Portugieser und dem Spätburgunder aus dem Jahr 1927. In den 1950er Jahren wurde die Rebe selektioniert und 1974 erhielt sie Sortenschutz. Domina ist wenig empfindlich gegen Frost und in guten Lagen extraktreich und gerbstoffreich.

Das Hauptverbreitungsgebiet der Sorte ist vor allem das Weinbaugebiet Franken. Im Jahr 2007 waren in Deutschland 404 Hektar (= 0,4 % der deutschen Rebfläche) mit der Rebsorte Domina bestockt. Die Fläche ist seit einigen Jahren konstant.
Kreuzung
Portugieser x Blauer Spätburgunder
Herkunft
Züchtung von Peter Morio und B. Husfeld, Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof, Siebeldingen, Pfalz.
Kreuzungsjahr
1927
Anbaufläche in Deutschland
388 ha = 0,4 % der Rebfläche (Stand 2012)
Anbaufläche in Franken
337 ha = 5,5 % (Stand 2012)
Bedeutung in Europa
keine
Bedeutung weltweit
keine
Sortenbeschreibung / Trauben / Reife
Die Traube der Rebsorte Domina ist mittelgroß bis groß, dichtbeerig, geschultert. Die Beeren sind blauschwarz, rund, mittelgroß. Die Reife erfolgt mittelspät.
Sorteneigenschaften / Ansprüche an Standort / Anbauwert
Austrieb mittelfrüh, starkwüchsig, geringe Geiztriebbildung, relativ blühfest. Ertragsfähigkeit geringer als Dornfelder und Blauem Portugieser. Bei guten Erträgen durchschnittlich 80-85° Oechsle bei 10-12 g/l Säure erreichbar. Bevorzugt gute Rotweinlagen. Gute Holzreife; mittlere-gute Winterfrostfestigkeit. Mittlere Botrytisresistenz, meist nur Spätbefall. Chloroseresistenz gut, deshalb für kalkhaltige (Muschelkalk) Böden geeignet. Anbauwert: Sorte, die gut in das deutsche Rotweinsortiment passt, weil die Weine qualitativ den Portugieser übertreffen und gut gedeckt sind. Die Sorte hat beim Kunden guten Anklang gefunden und ist in Franken in guten Lagen dem Blauen Spätburgunder ebenbürtig.
Weinbeschreibung / Weinbeurteilung
Dunkle, tiefrote Weinfarbe und feinfruchtiges Kirscharoma. In guten Jahren vollmundig, extrakt- und somit körperreich. Lagerung im Holzfass rundet den Gerbstoffgehalt ab. Junge Weine meist säurebetont. Die zuweilen betonte Säure und der etwas höhere Gerbstoffgehalt macht es ratsam, eine längere Fassreife anzustreben. Eine spätere Flaschenfüllung führt in der Regel zu runderen, vollmundigeren Rotweinen.
Vermarktung (Empfehlungen zur Lagerung, Essen, etc.)
Zu Wild, Rinderbraten und dunklen Soßen aber auch zu Schinken und Salami. Lagerfähige Sorte.