Gebietsversammlungen Weinbau Franken 2018

Anfang 2018 finden die Gebietsversammlungen an acht Standorten im Weinbaugebiet Franken statt. Themen sind das Laubwandmanagement, die Düngemittelverordnung, Probleme aus dem Rebschutz, die Reblaus in Franken, Aktuelles zur Förderung und Franken - Silvaner Heimat seit 1659

Beginn jeweils um 19:00 Uhr
VeranstalterLWG - Institut für Weinbau und Önologie unterstützt vom Fränkischen Weinbauverband (FWV) und dem Weinbauring Franken (WBR)

Termine und Orte

Datum Weinbaugemeinde Veranstaltungsort
16.01.2018 Ergersheim (91472) Gasthaus zum Roß
17.01.2018 Frickenhausen (97252) Historischen Ratskeller
23.01.2018 Iphofen (97346) Karl Knauf Hall
24.01.2018 Karlstadt-Stetten (97753) Werntalhalle
25.01.2018 Nordheim (97334) Turnhalle
30.01.2018 Ziegelanger (97475) Gasthaus zur Sonne
31.01.2018 Hammelburg-Obererthal (97762) Gasthaus zum Stern
01.02.2018 Erlenbach/Main (63906) Frankenhalle
Auch in diesem Jahr informiert die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) aus Veitshöchheim an den Weinbaugebietsversammlungen über aktuelle und wichtige Themen rund um den Weinbau und das kommende Weinbaujahr. Folgende Themenschwerpunkte werden gesetzt:

Themen/Programm

Georg Bätz, Leiter Institut für Weinbau und Oenologie (IWO)
Begrüßung & Einführung

Teil 1) Laubschnitt und Entlauben - Was geschieht in der Rebe?

Vortrag von Artur Baumann/Christian Deppisch
Damit wird die Vortragsreihe der letzten Jahre vom Pflanzen eines Rebstocks über die Jungfeldpflege und den „Sanften Rebschnitt“ um das Management der Laubwand fortgesetzt. Denn die Qualität des Weins wächst im Weinberg! So lassen sich mit der richtigen Laubwandgestaltung Traubenqualität und Traubengesundheit verbessern. Mit einem Blick in die Praxis und Handlungsempfehlungen werden beispielsweise das Entblättern in der Traubenzone für eine bessere Belüftung oder Vor- und Nachteile einer frühen bzw. späten Entblätterung vorgestellt.

Teil 2) Die neue Dünge-Verordnung (DüV) - Auswirkungen für den Weinbau

Vortrag von Dr. Daniel Heßdörfer/Christian Deppisch
Mit Inkrafttreten der neuen Düngeverordnung zum 02.06.2017 ergeben sich Änderungen für die Anwendung von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten sowie Pflanzenhilfsmitteln für den Weinbau. Neben der Vorstellung der den Weinbau betreffenden Änderungen werden auch Hilfestellungen für die Düngebedarfsermittlung dargestellt. Außerdem wird eine Anwendung, speziell für Weinbaubetriebe, hinsichtlich der Nährstoffbilanzierung für die Überprüfung des Nährstoffeinsatzes und der entsprechenden Beurteilung der Nährstoffeffizienz vorgestellt. Denn von der Umsetzungspflicht der Nährstoffbilanzierung werden in Zukunft wesentlich mehr Weinbaubetriebe betroffen sein.

Teil 3) Aktuelle Probleme aus dem Rebschutz - Rückblick und Ausblick

Vortrag von Heinrich Hofmann/Hans-Jürgen Wöppel
Der Pflanzen- und Rebschutz erfährt derzeit insgesamt durch die anhaltende Glyphosat-Diskussion eine negative öffentliche Wahrnehmung. Umso wichtiger ist es, dass die Winzer durch die Einhaltung der guten fachlichen Praxis dieses negative Bild verbessern helfen. Beispielhaft soll dies durch leicht durchzuführende Maßnahmen aufgezeigt werden. Daneben werden die Ursachen für die frühe Fäulnis des Jahrgangs 2017 betrachtet und Handlungsempfehlungen für die Ernte 2018 ausgesprochen. Welche Pflanzenschutzneuzulassungen stehen an? Und mit welchen Schwierigkeiten mit Blick auf die neuen Zulassungsbestimmungen für den Weinbau ist zu rechnen? Diese und weitere Fragen werden bei der Vorstellung der aktuellen Situation zur Zulassung der Pflanzenschutzmittel beantwortet.

Teil 4) Die Reblaus in Franken – Kehrt die Geisel des Weinbaus zurück?

Vortrag von Hans-Jürgen Wöppel/Heinrich Hofmann
Der Strukturwandel im Weinbau wird vermehrt dazu führen, dass kleine, abseits liegende oder schwer zu bewirtschaftende Rebflächen aus der Produktion ausscheiden. Bei unterlassener oder nicht ordnungsgemäßer Rodung bieten solche Flächen durch den Unterlagenaustrieb ideale Ausbreitungsvoraussetzungen für die Reblaus. Hinzu kommt der Klimawandel, der das Auftreten von Blattrebläusen begünstigt. Neben einer Sensibilisierung der Winzerschaft werden auch Gegenmaßnahmen und Handlungskonzepte vorgestellt, um eine Ausbreitung sowie genetische Veränderung der Reblaus zu vermeiden.

Teil 5) Gewusst wie - Aktuelles aus der Förderung

Vortrag von Dr. Matthias Mend/Peter Wolter
Mit der Vorstellung von Neuerungen und Veränderungen des Bayerischen Programmes für Weinbau Teil A und Teil B soll das Verfahren für die Antragssteller transparenter und verständlicher gemacht werden. Durch dieses Förderprogramm unterstützt die EU die Umstellung von Rebsorten und Zeilenbreiten (Teil A) mit der Zielsetzung, die Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Über den Teil B kann das Schaffen von qualitätsverbessernden und wettbewerbsfähigeren Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen, wie Neuanschaffungen von Kellertechnik oder Baumaßnahmen, gefördert werden. Seit dem 01.01.2018 wird dafür ein Priorisierungssystem (Punktesystem) eingesetzt, welches ebenfalls vorgestellt wird.

Teil 6) "Franken - Silvaner Heimat seit 1659" - Die Findung: Eine fränkische Gärung

Präsentiert vom Präsidium des Fränkischen Weinbauverbands
Das Präsidium des Fränkischen Weinbauverbandes präsentiert unter dem Motto ´Eine fränkische Gärung´ die Findung der neuen Dachmarke, den Kern sowie die Inhalte der neuen Marke. Die Teilnehmer der Gebietsversammlungen werden in diesem Zusammenhang auch schon einige der neuen und attraktiven Werbemittel mitnehmen können.