Nachbericht
Bewässerungsworkshop

Dr. Daniel Hessdörfer referiert mit Mikrofon in der Hand vor Schultafel stehend
Das Institut für Weinbau und Oenologie veranstaltete zusammen mit dem Bewässerungsspezialisten NETAFIM am 27. März 2019 einen eintägigen Workshop zum Thema Rebenbewässerung. Zu den interessanten Themen gehören die Reaktion der Rebe auf den Klimawandel, neueste Erkenntnisse rund um die Rebenbewässerung, sowie der Planung und Durchführung von Bewässerungsprojekten. Ein Rückblick auf den Sommer 2018 mit langanhaltender Dürreperiode brachte neue Erkenntnisse zur Rebenbewässerung in Franken. Am Nachmittag bestand die Möglichkeit die LWG-Bewässerungsprojekte zu besichtigen und mit den Referenten der Firma Netafim und LWG zu diskutieren.

Weinbau in Zeiten des Klimawandels
Zu Beginn der Vortragsreihe referierte Dr. Daniel Heßdörfer über die Herausforderungen des Rebenanbaus in Zeiten des Klimawandels.

Weinbau in Zeiten des Klimawandels - Vortrag (nicht barrierefrei) pdf 11,6 MB

Bewässerung im Weinbau
Im nachfolgenden Beitrag berichtete Ziv Charit, Agronomist der Firma NETAFIM, von dem weltweiten erfolgreichen Einsatz der Tropfbewässerung im Rebenanbau und welch wichtige Rolle die israelischen Bewässerungsspezialisten seit Beginn dieser Erfolgsgeschichte spielen.

Bewässerung im Weinbau - Vortrag (nicht barrierefrei) pdf 3,7 MB

Planung und Durchführung von Bewässerungsprojekten
Aus Sicht der Qualitätssteigerung und Ressourcenschonung ist die Tropfbewässerung klar die Technik der Wahl. Einzig dieses Bewässerungssystem bietet in Trockenphasen eine kontrollierte Wasserversorgung der angebauten Dauerkultur. Hinsichtlich der Effizienz bieten Bewässerungsanlagen mit stationärer Wasserinfrastruktur wesentliche Vorteile. Welche Faktoren bei der Planung und Umsetzung von Bewässerungsprojekten erfüllt werden müssen berichtete Ram Hargil, der als Bewässerungsingenieur innerhalb der Planungs- und Projektabteilung der Firma NETAFIM arbeitet.

Planung und Durchführung von Bewässerungsprojekten - Vortrag (nicht barrierefrei) pdf 3,8 MB

Bewässerungsmanagement unter wechselnden Witterungsbedingungen
Im letzten Beitrag der Vortragsreihe widmete sich Dr. Daniel Heßdörfer den weinbaulichen Folgen des ewig währenden Sommers und der einhergehenden rekordverdächtigen Dürreperiode 2018. Berichtet wurde über die neuesten Erkenntnisse zur Rebenbewässerung. Gerade im Steppenjahr 2018 konnte die Tropfbewässerung ihr mögliches Potential zur Qualitätssteigerung und Ertragsstabilisierung voll entfalten. Voraussetzung hierfür ist immer das gezielte Rebenbewässerungsmanagement.

Bewässerungsmanagement unter wechselnden Bedingungen - Vortrag (nicht barrierefrei) pdf 5,1 MB

Exkursion
In den vergangenen Jahren wurde an den LWG-Standorten Thüngersheimer Scharlachberg und Veitshöchheimer Wölflein in neuester Bewässerungstechnik und Wasserbevorratung investiert. Deshalb bestand am Nachmittag die Möglichkeit die Bewässerungsprojekte zu besichtigen und mit den Referenten der Firma NETAFIM und LWG zu diskutieren.
Die Veranstalter:
Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) ist eine landwirtschaftliche Bildungs-, Forschungs- und Beratungseinrichtung in Veitshöchheim. Als eine dem Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unmittelbar nachgeordnete Behörde ist die LWG in Bayern zuständig für angewandte Forschungsprojekte im Bereich Bienenwirtschaft, Gartenbau, Landespflege und Weinbau und beschäftigt sich mit den Themenbereichen Biodiversität, Klimawandel, Technologisierung & Digitalisierung sowie Produktqualität & Produktinnovation aber auch dem urbanen und ländlichen Raum.
Netafim ist der Weltmarktführer für intelligente Tropfbewässerung- und Mikrosprinklerlösungen für eine nachhaltige Zukunft. Seitdem die erste weltweite Lösung für die Tropfbewässerung im Jahre 1965 eingeführt wurde, steht Netafim an führender Stelle in der Entwicklung von Produkten, die seinen Kunden helfen, ihre Erträge zu optimieren.
Nachhaltige Produktivität fördert nicht nur das Geschäft, sondern auch die Umwelt. Netafim motiviert seine Kunden, Landflächen, Wasser und Energie effizienter und verantwortungsbewusster zu nutzen, damit die natürlichen Ressourcen der Erde geschützt werden.