Der „Bayerische Weg“
Erfolgreiche Agrarpolitik für ländlichen Raum und landwirtschaftliche Betriebe

Staatsminister Helmut Brunner und Helga Neder im Weingut Neder
Staatsminister Helmut Brunner informierte sich bei einem Besuch im Fränkischen Weinbaugebiet am 28. Oktober 2016 vor Ort über zwei erfolgreiche Beispiele des „Bayerischen Weges“, der seit Jahrzehnten die Grundlage bei der Ausrichtung der Agrarpolitik des Freistaats Bayern bildet.

Foto: Staatsminister Helmut Brunner und Helga Neder im Weingut Neder.

Hotspot: Weinparadiesscheune des Weinparadies Franken

Zunächst eröffnete er die gelungene Erweiterung und Modernisierung der Weinparadiesscheune des Weinparadies Franken und pflanzte – wie schon Staatsminister Josef Miller im Jahr 2002 – bei deren Eröffnung einen Baum. Die Arbeitsgemeinschaft Weinparadies Franken zählt zu einem der erfolgreichsten regionalen Weintourismuskonzepte Deutschlands. Sechs Weinbaugemeinden rund um den Hüttenheimer Tannenberg und den Frankenberg schlossen sich 1999 zusammen, um den Weintourismus zu entwickeln. Heute kann die Region auf eine beispiellose Erfolgsgeschichte zurückblicken. Fast 200 Gästebetten laden zum Übernachten ein, 31 Gasthäuser und Winzerstuben bieten Fränkische Küche und ausgezeichnete Weine. Eine junge Winzergeneration in 40 direktvermarktenden Weinbaubetrieben und Weingütern hat, gut ausgebildet und hoch motiviert, ihre Chance, die in dieser tollen Region liegt, erkannt. Neun Gästeführer Weinerlebnis Franken stehen für attraktive Führungen zur Verfügung und die Weinparadiesscheune ist längst kein Geheimtipp mehr, sondern ein absoluter „Hotspot“ des Fränkischen Weintourismus. Staatsminister Helmut Brunner würdigte insbesondere die Zusammenarbeit der Menschen über Bezirks,- Landkreis- und Gemeindegrenzen hinweg. Die Weinparadiesscheune bezeichnete er dabei als sichtbares Element dieser Zusammenarbeit und Ausdruck einer neu gefundenen Identität und neuen Selbstbewusstseins der Menschen.

Steillagen: Weingut Neder im Fränkischen Saaletal

Die zweite Station führte nach Ramsthal in das Fränkische Saaletal zum Weingut Neder. Dort konnte sich Staatsminister Brunner über die betriebliche Entwicklung eines Weinbaubetriebes vom kleinen Nebenerwerb zum direktvermarktenden Weingut über drei Generationen hinweg überzeugen. Nach der Begrüßung durch Helga und Ewald Neder führte Hofnachfolger Lorenz Neder durch den Neubau der betrieblichen Erweiterung von Tank- und Vollgutlager und der Vinothek. Der neue, erst 2016 fertiggestellte Gebäudekomplex beeindruckt durch eine spektakuläre Architektur und malerische Ausblicke in das Dorf sowie in die Weinberge. Das Weingut bewirtschaftet heute 11 ha, davon 70 Prozent in Steillagen und vermarktet den Wein zu 80 Prozent direkt an die Kunden. Bei der anschließenden Gesprächsrunde mit zahlreichen Vertretern aus Politik, Weinwirtschaft und Landwirtschaftsverwaltung wurde die Bedeutung der Ländlichen Entwicklung – die Neuordnung der Rebflächen in den 70iger Jahren – für den Erhalt des Weinbaus in Ramsthal und die betriebliche Entwicklung von Weinbaubetrieben in der Direktvermarktung herausgestellt. Aber auch die Beratung und Ausbildung, sowie die Förderung des Steillagenweinbaus stellen wichtige Stützen der Entwicklung dar. Heute gilt das Augenmerk, neben einem permanenten Qualitätssterben, zunehmend auch der weintouristischen Entwicklung.
Weinparadiesscheune

Weinparadiesscheune Gebäude

Weinparadiesscheune Baumpflanzung

Weinparadiesscheune Baumpflanzung

Weinparadiesscheune Empfang

Weinparadiesscheune Empfang

Ministerialrat Günter Knüppel und Maximilian Iselborn

Ministerialrat Günter Knüppel und Maximilian Iselborn

Weingut Neder Gruppenfoto

Weingut Neder Gruppenfoto

Weingut Neder Weissweincuve

Weingut Neder Weissweincuve