Studie: Die Totenasche - ein Problemfall für den Bodenschutz?
"Denn Staub bist Du, und zum Staub kehrst Du zurück!"

Urne von Blättern umgeben

Durch die Einäscherung einer Humanleiche ergeben sich in einer Feuerbestattungsanlage grundsätzlich zweierlei Arten von Feststoffen. Zum einen sind dies die Feststoffe in Form von Ascheablagerungen und die Filterstäube auf Seiten der Rauchgasreinigung. Zum anderen sind es die Feststoffe der Totenasche in der Ascheentnahme des Kremationsofens. Diese Totenasche ist das eigentliche Ziel und Ergebnis der Kremation. Die Bestattung der Totenasche, eingebettet in einer Urne, im Boden eines hierfür ausgewiesenen Bestattungsplatzes, ist in unserem Kulturkreis die weitaus überwiegende Form der sogenannten Feuerbestattung. In eingehenden Diskussionen mit Frau Dr. Katharina Jellinghaus, Institut für Rechtsmedizin der Universität Würzburg und Herrn Dipl. Ing. Thomas Struchholz, freier Landschaftsarchitekt und zertifizierter Friedhofsplaner, entstand die Fragestellung, inwieweit von Totenaschen, die im Boden erstattet werden, eine schädliche Bodenveränderung ausgehen und diese Form der Bestattung vom Grundsatz her den Bodenschutz und die damit verbundenen Vorschriften berühren könnte.