Gartencast
Tomatenvielfalt
1. August 2026
Vor wenigen Wochen hat die Tomatenernte begonnen und wir sind jetzt mittendrin. Die Tomate zählt zum beliebtesten Gemüse der Deutschen. Auch wenn es sie das ganze Jahr über zu kaufen gibt, so ist jetzt die Saison regionaler Tomatenfrüchte. Aber die besten sind die aus dem eigenen Garten.
Tomatenvielfalt
Vor wenigen Wochen hat die Tomatenernte begonnen und wir sind jetzt mittendrin. Die Tomate zählt zum beliebtesten Gemüse der Deutschen. Auch wenn es sie das ganze Jahr über zu kaufen gibt, so ist jetzt die Saison regionaler Tomatenfrüchte. Aber die besten sind die aus dem eigenen Garten.
Kauft man seine Tomaten im Handel, dann findet man kaum Alternativen. Vielleicht noch normale Runde und Kirschtomaten in rund und dattelförmig. Die Rispentomaten werden in Gewächshäusern angebaut, reifen gleichzeitig und sollen viel Ertrag bringen. Oft bleibt leider der Geschmack auf der Strecke. Tatsächlich ist aber die Tomatenvielfalt riesig groß: fingernagelgroße Johannisbeertomaten, kirschgroße Cherrytomaten, Cocktailtomaten, normale Runde und Fleischtomaten in Rot, Gelb, Orange oder fast Schwarz sowie gestreift bereichern das Angebot ebenso wie dattel- bzw. eierförmige, bauchig-birnförmige, flaschenförmige oder wulstige Tomaten usw.
Ja tatsächlich. Dann habe ich auch in der Hand, welche Sorten in meinem Garten wachsen. Dabei ist dann auch nicht der Ertrag entscheidend, sondern vor allem der Geschmack und die bunte Vielfalt. Zudem haben die Sorten noch ausgefallenen Namen z.B. ‘Reisetomate‘, ‘Green Tiger‘, ‘Black Cherry, ‘Red Zebra‘, ‘Ananastomate‘. Verwendet man Sorten, die robust gegen die gefürchtete Kraut- und Braunfäule sind z.B. ‘Philovita‘, ‘Duttingold‘ ‚‘Rose Crush‘, ‘Primabella‘, dann kann man im Tomatenhimmel schwelgen. Und so ein bunter Tomatensalat ist schon optisch ein Genuss. Wer keinen Garten hat, kann die Pflanzen z.B. auch in großen Töpfen halten und dort seine Lieblingssorte anbauen. In Hofläden oder auf dem grünen Markt findet man manchmal auch ausgefallene Tomatensorten, die es wert sind, getestet zu werden.
Für Tomatenliebhaber gibt es das eigentlich nicht. Aber man kann Freunden mit ausgefallenen Tomatenfrüchten ein wunderbares Geschenk machen. Tomaten lassen sich aber nicht nur vielfältig in der Küche verwenden, sie lassen sich auch konservieren und wecken dann später wieder die Tomaten-Sommerfreude. Am einfachsten geht es mit dem Einkochen in Schraubgläsern. Dann hat man im Winter eine geschmackvolle Tomatensoße zur Hand.
Dieses Jahr haben wir sehr hohe Temperaturen, hohe Sonneneinstrahlung und in manchen Gegenden, wie auch hier in Veitshöchheim, haben wir seit Wochen keine Niederschläge mehr. Das stresst auch die Tomaten.
Ganz auffallend war, dass in den Zeiten mit Temperaturen weit über 30 Grad keine Fruchtbildung erfolgte. Es gab zwar Blüten, aber die wurden nicht befruchtet, sondern sind abgefallen. Dann tragen die Pflanzen unten Früchte, danach eine Weile keine Früchte und schließlich bilden sich wieder welche.
Besonders Tomatenpflanzen im Topf sind gefährdet. Das ist keine Krankheit, sondern eine Ernährungsstörung. Hierbei verhärtet und verbräunt die Stelle am Blütenansatz. Es gibt verschiedene Faktoren, die das fördern: ungleichmäßige Wasser- und Nährstoffversorgung, Hitze und Trockenheit, Schädigungen von Wurzeln, wenn die Pflanzen in (schwarzen) Töpfen stehen, Stress für die Pflanze allgemein sowie Sorteneigenschaften. Fleischtomaten und Ochsenherz- sowie längliche Sorten, aber auch wenn die Pflanzen sehr stark wachsen, werden stärker befallen. Kleine Früchte wie von Kirsch- und Cocktailtomaten zeigen meist keine Symptome.
Bei viel Niederschlägen oder dem Gießen von oben über die Blätter entstehen andere Schädigungen: die Kraut- und Braunfäule. Hier heißt es vorbeugen und dafür zu sorgen, dass die Pflanzen sehr luftig wachsen, damit die Blätter schnell wieder abtrocknen können. Es ist wichtig, Geiztriebe konsequent zu entfernen und auch manches Blatt, das zu dicht steht oder beim Gießen mit Spritzwasser benetzt wird. Entstehen erste Befallsstellen müssen die sofort weg, damit die verbleibenden Früchte gesund reifen können. Besonders in regenreichen Gegenden hat sich ein Dach über den Tomaten bewährt.
Bei Trockenheit brauchen sie weiterhin Wasser, gerade dann, wenn die Pflanzen noch kräftig im Wuchs sind und viele Früchte angesetzt haben. Werden die Blätter gelb oder der Neutrieb dünner, dann kann mit schnellwirkenden Nährstoffen nachgedüngt werden. Gut sind vor allem Flüssigdünger, die schnell aufgenommen werden (organisch z.B. Vinasse). Das Mulchen des Bodens schützt den Boden vor Sonneneinstrahlung und Austrocknung, puffert außerdem Starkregen ab. Die Bodenbedeckung fördert das Bodenleben, das die Nährstoffe im Boden für die Pflanze verfügbar macht. Spätestens Mitte September kann der Mitteltrieb gekappt werden. Später dort angelegte kleine Früchte reifen meist nicht mehr aus. Außerdem entlastet das den Tomatenstock.

