Gemüseblog
Keine Asche aufs Beet!
11. Dezember 2018

Asche ist Abfall, leider. Früher kam in Omas Garten oft Holzasche auf die Beete. Ihr hoher Gehalt an Kalium (oft über 30 Prozent!), Calzium, Magnesium und Spurenelementen zur Düngung war bekannt. Daher dürfte auch nie mehr als eine kleine Kaffeetasse voll je Quadratmeter ausgebracht werden.

Leider enthält Asche auch teilweise hohe Gehalte an Schwermetallen, vor allem Chrom, Cadmium, Blei und andere. Dies gilt leider auch, wenn sauberes Holz aus vermeintlich unbelastetem Standort verfeuert wird. Die Bäume haben nämlich viele Jahrzehnte Schadstoffe aus der Luft gefiltert, in der Asche liegen sie dann als Konzentrat vor. Besonders reich an Schadstoffen sind Gehölze aus dem Straßenbegleitgrün.

Die Bodenschutzverordnung begrenzt Einträge von Cadmium, Chrom, Kupfer, Blei, Nickel und Zink in den Boden. Wird die Asche untersucht und weist dabei sehr niedrige Mengen dieser Schwermetalle auf, kann sie in geringer Aufwandmenge als Dünger verwendet werden.
Sicherer ist es, die (erkaltete) Asche über den Restmüll zu entsorgen. Immerhin enthalten die Böden langjährig genutzter Gärten noch die Schwermetalle aus Großvaters Asche. Doch keine Angst, damals war die Luft doch noch etwas sauberer, und außerdem wurde sparsam und mit wenig Holz nur die Küche geheizt.