Gemüseblog
Neu in unserem Garten: Edamame
27. Juni 2019

Jetzt sind sie da! Ganz neu in unserem Schaugarten wachsen jetzt Edamame. Im vorigen Jahr haben wir erstmals eine Probeernte aus unserem Gemüseversuchsbetrieb in Bamberg erhalten. Und sind seitdem begeistert.

Jetzt haben wir teilweise vorgezogene Edamame ausgepflanzt, teilweise gesät auf zwei Beeten. Die Pflänzchen keimen sehr schön. Eines der Beete haben wir mit speziellen Rhizobien (Knöllchenbakterien) beimpft.

Der japanischen Begriff „Edamame“ (枝 eda = "Ast" oder „Stängel" + 豆 mame = "Bohne") heißt Bohne am Stiel. Es handelt sich einfach um besonders großkörnige Sorten der Sojabohnen, deren Korn gegessen wird, wenn es gerade ausgewachsen, aber noch zart und weich ist. Also in einem Zustand, wie wir Brockelerbsen genießen. Die Körner sind Erdnussgroß. Im wichtigsten Anbauland China heißt das Gemüse 毛豆 = grüne bzw. junge Soja-Bohne. (máo máo heißt Baby bzw. unreif). Hinweis: (bei máo dòu erste Silbe in der Sprachmelodie raufgehen, zweite Silbe runtergehen).
Bekanntlich sind Soja-Bohnen für die menschliche Ernährung ungemein wertvoll. Der hohe Eiweißgehalt kommt jedoch aufgrund der Zusammensetzung aus den verschiedensten Aminosäuren besonders gut zur Geltung in Verbindung mit anderen Eiweißträgern, wie zum Beispiel Kartoffeln, Getreide, oder auch mit Milch- und Eiprodukten. In Kombination wird das Pflanzeneiweiß genauso wertvoll wie Fleisch-Eiweiß.
Der Anbau von Sojabohnen ist in Biobetrieben zur Gewinnung von gentechnikfreiem Soja zur Viehfütterung in milden Weinbauklimaten nichts Ungewöhnliches mehr. Edamame gelingt (außer vielleicht in Mittelgebirgslagen) wirklich überall. Sie müssen ja nicht bis zur Samenabreife stehen bleiben, sondern eben nur bis zur Grünreife etwa ab September.

Im September 2018 haben wir das erste Mal von Edamame im Gemüseblog berichtet: "Edamame – was ist denn das??"