Gemüseblog
Ein Traumsommer für den Erdfloh
13. August 2019

Anhaltende Trockenheit, Wärme und verkrustete Böden um Kohlpflanzen und Rukola, so sieht der Traumsommer für Kohl-Erdflöhe aus.

Erdflöhe sind eigentlich kleine, winzige, kaum zwei Millimeter große, schwarz glänzende Käferchen. Es gibt mehrere Arten: Es gibt den Schwarzen, den Blauseidigen und den Gelbstreifigen Kohlerdfloh, letzterer mit golden glänzenden Seitenstreifen.

Alle haben auffallend kräftige „Oberschenkel“, mit deren Hilfe die kaum zwei Millimeter großen Tierchen bei Gefahr einen halben Meter weit springen können. Landen sie dabei versehentlich auf verkrustetem Boden sind sie mit dem nächsten Sprung wieder auf saftigen Blättern. Wo der Boden weich gekrümelt oder auch mit Grasmulch abgedeckt ist, müssen sie mühsam und gefahrvoll „zu Fuß“ wieder die nächste Kohlpflanze suchen.
Die Käfer fressen runde Fenster oder Löcher in die Blätter, die meistens weiß gerandet erscheinen. Viele Löcher auf Keimlingen können zum Absterben der ganzen Pflanze führen. Große Kopfkohlarten werden im Hochsommer oft stark befallen. Sobald die Wochen kühler und feuchter werden, wächst aus dem Herz der Pflanzen neues, gesundes Grün nach.
Erdflöhe legen ihre Eier in den Boden, die millimeterkleinen, weißen Larven fressen am Wurzelhals und an Wurzeln, oft ganz unbemerkt.