Gemüseblog
Edamame – Ernte
19. September 2019

Nach einer zunächst recht zögerlichen Entwicklung im Juni standen zum Schluss zwei prächtig entwickelte Beete mit Edamame im Schaugarten. Auf jedem Beet wurde je ein Quadratmeter gepflanzt, gut zwei Quadratmeter gesät und nochmals je zwei Quadratmeter erst Ende Juni nachgesät.

Merkposten fürs nächste Jahr: Die Pflanzung Anfang Juni ist als Teilfläche sehr empfehlenswert, führt sie doch zu einer frühen Ernte ab Mitte August. Direktsaat ist einfacher, und sie gelingt umso besser, je wärmer der Boden ist. Wer im Garten nicht gießen kann, sollte dennoch Ende Mai/Anfang Juni säen, wenn der Boden noch etwas feuchter ist.

Das mit den speziellen Rhizobien (Knöllchenbakterien) für Soja beimpfte Beet zeigte sich im Lauf des Wachstums deutlich wuchsfreudiger, der Hülsenansatz war augenscheinlich besser. Ein direkter Erntevergleich war uns leider nicht möglich: Zuerst fraßen uns Hasen und Wildenten einen Teil der Keimlinge auf, zum Schluss holen uns jetzt Mäuse täglich die Hülsen von den Pflanzen. Sie lösen die Kerne aus und lassen die Hülsen auf dem Boden liegen. Bevorzugt treiben sie ihr Unwesen in der Beetmitte, die Randpflanzen sind mit Hülsen noch reichlich bestückt.
Die gepflanzten Sojabohnen lassen wir jetzt zur Samenreife stehen.
Die Ernte geht recht zügig: Wie in Asien ziehen wir die Pflanzen einfach heraus und rupfen die Blätter als Gründüngung ab – sie haben fast so etwas wie eine Sollbruchstelle. Dann werden die Hülsen abgerissen, in Salzwasser gut sechs Minuten gekocht und dann ausgepult.
Meine Erfahrung: ein Kilogramm frische Hülsen ergeben nach 30 Minuten Auspalen 500 Gramm feine, erdnussgroße zarte Körner. Ein Krimi (90 Minuten) reicht also für drei Kilogramm Hülsen. Die Körner lassen sich übrigens hervorragend einfrieren. Dennoch ist die Staffelsaat im Garten günstig: So verteilt sich die Ernte von Mitte August bis Mitte September.