Gemüseblog
Alles weiß
25. September 2019

Das war der erste Eindruck beim Blick aus dem Fenster am 19. September! Umliegende Dächer und auch Grünflächen erschienen zuckrig überpudert, das Abkratzen der Windschutzscheibe am Auto ergab eine kleine Handvoll Eis.

Zum Glück liegt unsere Schaufläche gut eingebettet zwischen Bäumen und Gebäuden, so dass Kohl-, Blatt- und Wurzelgemüse völlig unbeschadet blieben. Sogar Sonnenkinder wie Tomaten, Paprika und Zucchini zeigten in den nächsten Tagen keine Kälteschäden. Lediglich einige besonders hoch stehende Blätter der Süßkartoffeln erzählten von den beiden Reifnächten – wenn man sehr genau hinschaute.
Wer seinen Garten in Talsenken oder sonst frei mit der Flur verbunden angelegt hat, musste bei Gurken, Kürbis und Zucchini Blattschäden beobachten. Mit etwas Glück haben die Kürbisblätter noch die letzten Zehntel-Frostgrade von den Früchten abgehalten, jetzt liegen sie aber oft völlig frei. Und das heißt, dass sie keine weitere Frostnacht erleben sollten. Das würde ihre Haltbarkeit erheblich einschränken. Deshalb: Unbedingt vor der nächsten Frostnacht abernten und bei zunächst 16 Grad, später bei etwa 10 Grad einlagern.
Zum Glück enthalten die Wettersendungen von Rundfunk und Fernsehen in letzter Zeit wieder verstärkt ausdrückliche Warnungen vor Bodenfrösten, auch die Frostnächte der letzten Tage waren „angesagt“. So kann man auch Kulturen wie Rote Bete oder Sellerie, die nur wenige Frostgrade aushalten, rechtzeitig mit Vlies – oder anderen Materialien wie alte Vorhänge, abdecken.