Gemüseblog
LED macht‘s möglich: Frische Kräuter auch im Winter
8. Oktober 2019

Zwar lassen die meisten Kräuter im Garten oder auf der Terrasse noch täglichen Schnitt für die Küche zu, auch wenn die Tage bereits spürbar kürzer werden. Immerhin gab es vielerorts bereits Reifnächte.

Staatsministerin Michaela Kaniber ist jedenfalls bestens gerüstet für einen vitaminreichen Winter. Im Rahmen der 25-Jahrfeier der Bayerischen Gartenakademie erhielt sie eine LED-Pflanzenlampe für Kräuter und andere Pflanzen. Die neue LED-Technik (light-emitting diodes = Licht aussendende Dioden) gibt Licht verschiedener Wellenlängen (=Lichtfarben) ab, die genau den Bedürfnissen grüner Pflanzen entsprechen. Weißes Vollspektrumlicht (400 bis 700 nm) fördert bei Jungpflanzen das Wurzelwachstum, rotes Licht ist für Spross- und Blütenbildung wichtig.
Je nach Helligkeit am Standort gibt man dieses Licht ergänzend dazu. Töpfe oder einen Blumenkasten mit Kräutern stellt man einfach unter die Aufhängung der stabförmigen Lampe. Übrigens kann es für übliche Freilandkräuter wie Petersilie oder Schnittlauch besser sein, sie jetzt mit abnehmender Tageslänge nicht bei trockener Luft und über 20 Grad in der Küche aufzustellen. Oft wachsen sie kompakter und gesünder in temperierten Räumen bei 15 bis 18 Grad. Das kann im Vorratsraum, im Treppenhaus oder im Bad sein, wenn dieses nur zeitweilig sehr warm ist.
Im Frühjahr und Sommer kommen Schnittlauch und Petersilie dann lieber wieder ins Freie, gern auch außen aufs Fensterbrett. Den Platz unter der Lampe nimmt dann ab März bis Juni zum Beispiel Basilikum ein, oder auch die Anzucht von Jungpflanzen.