Gemüseblog
Kein Problem - Würmer im Salat
15. Oktober 2019

Ja, Sie lesen richtig: Immer wieder treffen wir jetzt, nach anhaltend feuchter Witterung, beim Putzen von Salaten, Chinakohl oder Pak Choi echte Regenwürmer zwischen den einzelnen Blattansätzen.

Regenwürmer verlassen den Boden ohnehin immer mal wieder, und zwar meistens nachts oder bei vernässtem Boden. An der feuchten Luft tanken sie Sauerstoff. Zwischen den Blattstielen finden sie oft auch angenehme Nahrung, und zwar Kotreste von Schnecken oder Raupen.

Sind die unteren Blattpartien von Blattgemüsen stark verschmutzt, pflücke ich gerne schon vorab einige Blattschichten von außen her ab. Die ältesten Blätter sind oft zäh und weisen zudem Fraßlöcher auf. Sie wandern in den Hühnerhof. Hühner und Enten stören sich nicht an Fraßstellen von Schnecken oder Raupen. Noch lieber sind ihnen diese Tiere selbst, die ich natürlich ebenfalls auslese. Bei den nächsten Blattschichten lohnt sich oft ein Ausschneiden: Strunkansatz oder zerfressene Blattspitzen kommen zum Hühnerfutter. Oft sind auch die Blattrippen von Schnecken ausgehöhlt. Die jetzt beim Abblättern auftauchenden Regenwürmer kommen auf den Kompost oder zurück in den Garten. Die „guten Blätter“ lege ich beiseite, wasche die inneren Blätter in sauberem Wasser und erst dann gebe ich die zuvor kurz abgespülten äußeren Blätter zum Waschen ins gleiche Spülbad – so komme ich mit sehr wenig Waschwasser aus.