Gemüseblog
Keimfreudiger Herbst
22. Oktober 2019

Nach der anhaltenden Sommertrockenheit sind die Böden in ganz Bayern wieder gut feucht, auch bei uns in Unterfranken. Die milde Witterung – nach den leichten, vielerorts harmlosen Reifnächten am 19.- 20. September – weckt daher unzählige im Boden schlummernde Sämereien.

Wo unsere beiden Sellerie-Samenträger standen, grünt ein Teppich an Selleriekeimlingen. Kamille und Sommeradonis erscheinen als erwünschte Beikräuter auf den Beeten. Und in unserer sommerbunten Beeteinfassung sprießen erfreulich viele Ein- und Zweijährige Blüher. Diese werden überwintern und bereiten schon jetzt ein buntes Blütenband für 2020 vor.
Leider grünt es auch stark auf den Wegen. Dort stehen jetzt zahlreiche blühende Einjährige Rispengräser. Lässt man sie gewähren, bereiten sie schon jetzt die Jätegänge der nächsten Jahre vor. Besser ist es, sie jetzt aus dem feuchten und weichen Boden auszuzupfen und in die Biotonne zu entsorgen. Notfalls genügt es, nur die Blüten- und Samenstände zu sammeln, nicht blühende Pflanzenteile dürfen bei trockener Witterung auf den Beeten liegen bleiben, ansonsten geben wir sie auf den Kompost.
Natürlich macht Jäten wenig Spaß. Wir gehen jedoch lieber jetzt einmal für eine halbe Stunde Beet für Beet, Weg für Weg durch den Garten – und sparen so viele Stunden Jätarbeit in der Zukunft.