Gemüseblog
Mäuseplage
6. November 2019

Mäuse lieben vielgestaltige Gärten, das haben wir schon den ganzen Sommer über festgestellt. Im Schaugarten leben sie gerne in den Trocken-Stützmauern, aber auch in Erdhöhlen auf den Beeten.

Sie lieben die Keimlinge mancher Arten, dazu zählen jedenfalls Dicke Bohnen und Erbsen. Auch unsere reifenden Edamame (großfrüchtige Sojabohnen) haben sie geliebt. Wir haben lange nichts gemerkt, weil sie erst im dichten Blattdickicht im Beet-Inneren aufgeräumt haben. Einzeln stehende Randpflanzen blieben bis zuletzt unbehelligt.

Daran erkennen wir auch, wie störanfällig die Tiere sind. Wenn wir die Beete in den nächsten Wochen so nach und nach frei räumen, werden sich die Tiere in die Beete mit Wintergemüsen und Gründüngungen zurückziehen. Genau dort wollen wir Mäusefallen aufstellen.
Wer eine Katze oder einen Hund hat, lässt sie möglichst oft im Bereich des Gemüsegartens laufen. Selbst wenn sie keine Maus erwischen, alleine ihre Anwesenheit sorgt für Stress. Natürlich ist es gut, bei jedem Gartenaufenthalt mit der Ziehhacke auf den Beeten zwischen hohen Pflanzen den Boden leicht zu bearbeiten – das ist schon wegen der Unkräuter, die bei mildem Wetter munter sprießen, empfehlenswert. Und so ergibt sich wieder eine Zerstörung der Mäusegänge.
Mäuse sind zwar recht putzige Tierchen, wenn es gelingt, mal eine in Ruhe zu beobachten. Andererseits sind sie Krankheitsüberträger (z. B. Hantavirus) und daher einfach unappetitlich. Zu Panik besteht zwar kein Anlass. Angefressenes Gemüse muss man vor einem Rohverzehr sehr großzügig ausschneiden. Sicher ist man, wenn das Gemüse gegart wird.