Gemüseblog
Superzarter Blumenkohl und Brokkoli
19. November 2019

Blumenkohl ist die Königsdisziplin im Gemüsegarten. Nährstoff- und Wassermangel wird extrem übel genommen, im heißen Sommer besteht Verbrennungsgefahr und in zunehmend warmen Sommern stürzen sich die Raupen des Kohlweißlings und der Kohleulen, Blattläuse, Erdflöhe, Kohlschaben und einige andere Schädlinge auf die Pflanzen.

Eigentlich war uns zunächst nur einmal wichtig, unseren Besuchern im Herbst einen sattgrünen, vollen Gemüsegarten zu präsentieren. Also pflanzten wir im August ein breites Sortiment an verschiedenen Kohlarten auf die abgeräumten Kartoffelbeete. Und da musste halt Blumenkohl und Brokkoli der Vollständigkeit halber mit dazu, obwohl wir befürchteten, dass sie nicht so gut gedeihen würden. Oder eben den Heerscharen an Schädlingen zum Opfer fallen könnten. Wir mussten natürlich gut angießen, zum Feuchthalten des Bodens mit Rasenschnitt mulchen und zum Schutz vor den genannten Begehrlichkeiten haben wir sofort mit Kulturschutznetz gegen Schädlinge aller Art abgedeckt. Das Netz wirkte im Hitzesommer zudem leicht schattierend. Ab Mitte September wurde es mit den ersten zunächst noch sparsamen Regenfällen leichter mit der Wasserversorgung. Seit Oktober gießen wir gar nicht mehr, das Netz haben wir in den Schuppen eingeräumt. Und so sind eigentlich „ganz von alleine“ einige wunderschöne Blumenkohlköpfe und Brokkoli herangewachsen. Aufgrund der kühlen Temperaturen halten sich die Köpfe über viele Tage in einem erntefähigen Zustand. Lediglich vor strengen Frostnächten empfiehlt sich eine Abdeckung mit Vlies. Leichte Raureifnächte sind kein Problem.
Wenn wir nächsten Hochsommer wieder freie Beete haben, werden wir diese wertvollen Kohlarten wieder anbauen – auf anderen Beeten. Und mit etwas höherer Düngung, weil die Blätter von unten her leichten Stickstoffmangel zeigten.