Gemüseblog
Blühmischungen im Gemüsegarten?
6. Februar 2020

Beim Sichten der Saatgutneuheiten 2020 fiel uns ein besonders breites Sortiment an Blühmischungen auf.

Wir haben die letzten Jahre mit unterschiedlichen Mischungen experimentiert, natürlich sind uns dabei die Untersuchungen unserer Kollegen im Institut für Stadtgrün und Landschaftsbau sehr hilfreich.

Im Vorjahr hatten wir mit sehr gutem Erfolg die Mischung „Veitshöchheimer Sommertöne“ ausgesät – alle Besucher waren begeistert. Sie enthielt Steinkraut als extremen Frühblüher, der deshalb für die Entwicklung nützlicher Blattlausfeinde wichtig ist. Im Juli zog sich ein buntes Band um unsere Gemüsebeete, und auch den ganzen Sommer lang gab es fleißige Nachblüher bis fast zum Jahresende. Aushalten müssen wir und unsere Besucher natürlich auch die im Spätherbst manchmal etwas braun-tristen Samenstände. Gerade sie sind aber wichtig für die Selbstaussaat der Pflanzen und übrigens auch für die Vögel als natürliches Futter.
Besonders zahlreich sind Blühmischungen. Wir lieben sie, weil sie unsere Schaubeete nicht nur bunt umrahmen, sondern auch zahlreiche Nützlinge anlocken Und somit helfen, unser Gemüse gesund zu halten. Bereits ab September erschienen die ersten Jungpflanzen, die sich aufgrund der milden Temperaturen bis jetzt halten konnten. Es ist aber mit weiteren Keimlingen ab März zu rechnen, auch wenn es bis dahin noch frostige Tage geben sollte. Wir werden jedenfalls den inzwischen wirklich braunen Altbestand im März abschneiden und dann ein schmales Band an Sämlingen stehen lassen – das werden genau diejenigen sein, die zu unserem Standort am besten passen.
Auch Ihnen empfehlen wir den Kauf von zwei, drei Mischungen, beobachten Sie diese über ein Jahr hinweg, und aufgrund der meist breit angelegten Sortenauswahl in der Tüte ist mit Sicherheit auch etwas Passendes für Ihren Garten dabei.