Gemüseblog
Start ins Gemüsejahr? Frühbeet und Kleingewächshaus machen es möglich
4. März 2020

Die Temperaturen stimmen – es wird wohl zumindest in den nächsten vierzehn Tagen nicht mehr so richtig frostig. Leichte Reifnächte sind nicht ausgeschlossen.

Die Gartenbeete sind aber noch viel zu nass. Weil sie vielerorts kaum durchgefroren sind, fehlt auch die Frostgare. Gefrierende Nässe im Boden dehnt sich bekanntlich aus und weitet die Poren – die Böden werden locker und „frostgar“. Bei der nötigen Unkrautbekämpfung kann man leicht erkennen, ob sich die Hacke leicht führen lässt und ob sie bei der Arbeit weitgehend sauber bleibt

Wer ein Frühbeet hat, sollte die Scheiben auflegen und bei Sonne öffnen – so wird der Boden bald bepflanzbar, und zwar mit Salaten und Kohlrabi. Pflücksalate wie Eichblattsalat sind übrigens wesentlich robuster und auch schnellwüchsiger als Kopfsalat. Am besten pflanzt man beide in rot und grün, so staffelt sich die Ernte später zeitlich auseinander. Gesät werden Gartenkresse, Radies und Rettich. Bei Nacht und auch tagsüber bei nasskalter Witterung bleiben die Scheiben geschlossen. Bei Sonnenschein muss man sie auflüften. Unsere Gemüse wollen nämlich gar nicht viel mehr als 12 bis 14 Grad. Und noch wichtiger ist: Bei Sonne haben sie den CO2-Vorrat im Frühbeet schnell verbraucht. Und ohne CO2 kann das Gemüse nicht zulegen, selbst bei ansonsten idealen Bedingungen.
Alle genannten Kulturen passen jetzt auch ins Kleingewächshaus. Am besten markiert man dort mit Stäben die Stellen, wo später Tomaten, Gurken oder Paprika stehen sollen. Dorthin plant man schnellwüchsiges wie Kresse oder Radies. In die Zwischenreihen gern auch den viel langsameren Kohlrabi. Er wird dann zur Tomatenpflanzzeit im April noch halbwüchsig sein. Er kann aber noch zulegen, so lange, bis sich die Tomaten dann breit machen.