Gemüseblog
Rosmarin
15. April 2020

Wenn die Winter bei uns milder werden, können sich in unseren Gärten Rosmarinsträucher oft jahrelang halten. Dies gilt besonders für luftige Böden ohne Staunässe. Rosmarin blühen im zeitigen Frühjahr ab März recht dekorativ, dann treibt er kräftig durch.

Ihr Wachstum begrenzt zu halten, ist nicht ganz einfach. Am besten schneidet man im Herbst nur einzelne, überlange oder tief am Boden wachsende Triebe ab. Sie lassen sich sehr gut trocknen, dann rebelt man die würzigen Nadeln ab. Sie rundum einzukürzen wäre ungünstig für die Blüte: Die bilden sich nämlich am meisten im Bereich der überwinterten Triebspitzen.

Ein Rückschnitt unmittelbar nach der Blüte ist daher besonders günstig. Ein natürliches Wuchsbild behält, wer zu lange Triebe zurückschneidet, wo ein kürzerer Seitentrieb entspringt. Triebe mit frischem Grün lassen sich natürlich ebenfalls wieder trocknen und nutzen. Im Zweifel schneidet man lieber großzügiger, weil kräftig zurückgeschnittene Büsche umso mehr grüne Neuaustriebe hervorbringen.
Vermehrungsmöglichkeiten für Rosmarin
Aussaat: Voraussetzung ist ein durchlässiges Substrat und viel Wärme.
Stecklinge: Im August fünf Zentimeter lange, ausgereifte Triebspitzen schneiden, in einem Gemisch aus Sand und Aussaaterde tief einstecken und dauerhaft feucht halten. Die Wurzelbildung erfolgt erst nach Wochen bis Monaten.
Absenker: Triebe werden seitlich zu Boden gedrückt und mit einer guten Schaufel voll Erde bedeckt. Auch hier dauert die Wurzelbildung bis zum Herbst. Am besten verpflanzt man die kräftig zurückgeschnittenen, inzwischen bewurzelten Seitentriebe erst im Frühjahr.
Rosmarin in der Küche
Das kräftige Rosmarinaroma beruht auf ätherischen Ölen, es passt zu Fleisch-, Geflügel-, Fisch- und Kartoffelgerichten hervorragend.
Ganz einfach: Rosmarinkartöffelchen: Minikartoffeln (sogenannte Drillinge) in der Pfanne in Butter anrösten, mit ein, zwei kleinen Rosmarinzweiglein und wenig Salz abwürzen.
Eine überraschend delikate Beilage zum Grillen oder einfach für zwischendurch ist Rosmarin-Focaccia.
Dazu bereitet man aus 500 g Mehl und gut 75 ml Olivenöl einen lockeren, deftigen Hefeteig – das Internet bietet zahlreiche ausführliche Rezepte. Nach zweimaligem Aufgehen kommt er in einem dicken Fladen aufs Backblech, all paar Zentimeter sticht man mit einer Gabel ein. Mit Olivenöl bestreichen und mit Rosmarinnadeln bestreuen, eine gute Viertelstunde backen, sofort servieren.
Statt Rosmarin schmeckt Focaccia auch mit Thymian sehr gut. Wer es saftiger möchte: Auf dem Fladen halbierte Datteltomaten oder Olivenringe verteilen.

Gerade zum Grillen ist Focaccia ideal: Mit mehrstündigem Vorlauf (keine Angst, es sind immer nur ein paar Handgriffe: Erst Vorteig, nach 30 Minuten Teig insgesamt mischen, nach gut 30 Minuten des Teigaufgehens Fladen formen, belegen, nochmals 30 Minuten gehen lassen, dann in den Ofen schieben, wenn der Grill eingeheizt wird. Wenn die Familienmitglieder auf das Grillgut warten, greifen alle gern zum knusperwarmen Fladenbrot.
frohe Ostern
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Der Frühling ist da, alles blüht – Lust auf farbenfrische Frühlingsblumen!!!!