Gemüseblog
Essbare Georginen
22. April 2020

Die Bezeichnung „Georginen“ für die bekannten Dahlien rührt vom empfohlenen Pflanzdatum um den 23. April („Georgi“) her.

Auch im Klimawandel sollte man sich weiterhin an dieses Datum halten, zumal es erfahrungsgemäß auch weiterhin bis in den Mai hinein Nachtfröste geben kann. Wer an Georgi pflanzt, gibt den Knollen Gelegenheit, erst einmal in Ruhe Wurzeln bilden zu können. Werden erste vorwitzige Grünaustriebe vom Frost leicht geschädigt, ist das nicht weiter schlimm. Wer will, kann solche Wachstumsdämpfer mit einem Stück Vliesabdeckung verhindern.

Weithin unbekannt ist, dass frische Dahlienknollen im Herbst essbar sind. Derzeit sind aber keine Kultursorten auf dem Markt. Wer solche Knollen einmal probieren möchte, wählt am besten große Knollen hochwüchsiger Sorten. Und für die Bienen sorgt zusätzlich, wer ungefüllt oder halbgefüllt blühende Sorten setzt. In lockerem, humosem Gartenboden, vorgedüngt mit 100 g Hornmehl je m², entwickeln sich an vollsonnigen Standorten mit einem Meter Pflanzabstand die Knollenbündel bis zum Herbst so üppig, dass es für eine kleine Naschprobe reicht. Der Rest der Knolle kann vielleicht zur Neupflanzung im folgenden Frühjahr geteilt werden, so dass es noch mehr Knollen gibt.
Dahlienknollen sind angenehm knackig, mit wenig intensivem Eigengeschmack. Sie können als Rohkost, oder als Beimengung für andere Salate dienen.