Gemüseblog
Gemüse auf den Grill – ohne Aluminium
18. August 2020

Grill-Schalen verhindern das Eintropfen von Fett aus Fleisch, Wurst oder Marinaden in die Grillkohle und somit die Bildung von Benzpyrenen und anderen gesundheitsschädlichen Stoffen. Allerdings sollte Aluminium keinesfalls in Verbindung mit säurehaltigen oder salzhaltigen Marinaden kommen. Säuren und Salze lösen Aluminiumteilchen aus Folien oder Grillschalen, so dass sie ans Grillgut übergehen.

Tomaten, vorgesalzene Auberginen und Zucchini, mit Zitrone beträufelte Gemüsestücke, Rhabarber, Äpfel, Salzhering, mariniertes Fleisch oder Käse dürfen also nicht auf ein Alu-Bett oder in Alufolie. Nun besteht bei gelegentlichem Grillen und kurzer Liegezeit des Grillgutes in Alu nur ein geringes Risiko, Alu-Partikel mit dem Essen aufzunehmen. Vernünftig ist es dennoch, nach Möglichkeit auch geringe Alu-Mengen zu vermeiden. Auch wenn erst größere Mengen das Nervensystem schädigen können.

Wer häufig grillt, sollte Grill-Schalen aus Edelstahl oder Keramik nehmen, die sich einfach in der Spülmaschine reinigen lassen und vielfach verwendbar sind. Umweltfreunde verwenden ohnehin wenig Einweg-Aluminium, weil dessen Herstellung extrem energieaufwändig ist. Sie decken zum Beispiel Speisen im Kühlschrank nicht mit Alufolie, sondern einfach mit einem Teller in passender Größe oder in einer Schüssel mit verschließbarem Deckel ab.

Zum Abbau des Alu-Rohstoffes Bauxit sind oft großflächige Waldrodungen notwendig. Um 1 kg Aluminium zu gewinnen, braucht man so viel Strom wie für 25 kg Neu-Glas oder 10 kg Weißblech. Unvermeidliche Nebenprodukte der Aluproduktion sind u.a. Quecksilber, Cadmium und Arsen, deren Endlagerung zusätzliche Probleme macht. Bei der Herstellung von 1 kg Alu entstehen zwei bis dreimal so viel schadstoffhaltige Schlämme (Rotschlamm).