Gemüseblog
Wie gelingen Rekordkürbisse?
23. September 2020

Auch in diesem Jahr haben einige Vereine Preise für die größten Kürbisse ausgeschrieben, und immer wieder finden sich die dicksten Exemplare in der Tagespresse. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie geben Tipps.

Wie erzielt man Rekorde? Sie gelingen am besten mit der richtigen Sorte (meist ‘Atlantic Giant‘) und mit einem sehr guten, lockeren, humosen und leicht lehmigen, aber doch durchlässigen Boden. Und natürlich mit bester Pflege.

Dazu gehört die Aussaat ab Mitte April, eine zügige Voranzucht mit ein- oder zweimaligem Umtopfen am Fenster oder im Kleingewächshaus. Ausgepflanzt ins Freiland wird Mitte Mai, Pflanzabstand zwei Meter. Dann gilt es regelmäßig zu gießen und leicht zu düngen, allerdings ohne Staunässe. Die Pflanze soll nur möglichst viel Laub bilden, die Sprossen sollen durchaus auch noch weitere Wurzeln an den Blattknoten, die am Boden aufliegen, bilden. Nun belässt man nur einen Fruchtansatz an einem schönen, gut besonnten Trieb. Der Fruchtansatz wird am besten beschattet – der Champion soll bei schnellstmöglichem Wachstum möglichst spät eine verhärtete Außenhaut bekommen. Wirkliche Spitzenexemplare unterlegt man mit einer Palette, wobei die Auflage glatt sein, aber guten Wasserablauf gewährleisten soll.
Ja, das verlangt einigen Aufwand! Wir freuen uns aber auch über unsere ganz „normalen“, aber schmackhaften „Hokkaidos“ und Halloweenkürbisse.