Gemüseblog
Gemüsesoja lohnt in jedem Garten
8. Dezember 2020

Mehrere Saatgutanbieter haben Gemüse-Soja im Programm. Äußerlich unterscheidet sich Futter- und Gemüsesoja kaum. Die Körner des Futtersojas sind aber nur wenige Millimeter groß, die von Gemüsesoja sind erdnussgroß.

Die unreifen Bohnen im Reifezustand wie Brockelerbsen eignen sich als Snack, aber auch als Zutat zu vielerlei Gerichten, auch als Salat wie Erbsen.

Während Futtersoja voll bis zur trockenen Samenreife stehen bleiben muss, andererseits aber erst ab der ersten Juniwoche bei genügend warmen Böden ausgesät wird, gedeiht Futtersoja nur in Weinbauklimaten. Gemüsesoja wird grünreif geerntet. Somit kann es aufgrund der kürzeren Standzeit auf dem Beet in fast ganz Bayern angebaut werden.

Immer mehr Firmen bieten jetzt Saatgut an, und zudem auch spezielle Rhizobien (Knöllchenbakterien) für Soja. Mit den im Boden vorhandenen ergibt sich keine wirkungsvolle Symbiose.

Die Rhizobien werden extra in einer Tüte geliefert, das Material wird erst unmittelbar vor der Aussaat mit dem Saatgut vermischt und zusammen ausgebracht. So geimpfte Sojakulturen sind um 10 bis 20 % wüchsiger und bringen auch entsprechend mehr Ertrag.

Jetzt kann man sich einerseits um Saatgut und Rhizobien fürs nächste Jahr kümmern. Zuvor sollten alle, die Gemüsesoja noch nicht kennen, sich in einem Asia-Laden mit tiefgekühlten Hülsen oder, einfacher noch, für Experimente und Testessen in der Küche mit Körnern versorgen. Die Hülsen kommen für etwa 6 Minuten in kochendes Salzwasser und werden dann erst ausgepalt.

So als kleine Beilage angemacht mit etwas Zwiebelchen, Essig, Öl und Pfeffer, ist es Hingucker auf jeder Festtafel.