Gemüseblog
Senfkohl – das ideale Wintergemüse
7. Januar 2021

Wenn über die Weihnachtsfeiertage etwas mehr Zeit bleibt, nutzen das viele zum Kochen, wissen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Viel Frische bewahrt Senfkohl (Pak Choi), wenn er wie in China in der Pfanne gebraten wird. Im Biss ist er unvergleichlich. Dazu schneidet man ihn in etwa drei Zentimeter breite Querstreifen. Die weißen, fleischigen Blattrippen kommen zuerst in eine Pfanne mit heißem Fett (gern Oliven- oder Rapsöl), nach einigen Minuten folgen dann die grünen, dünneren Blattpartien. Dazu kommt etwas fein geschnittener Ingwer und Knoblauch. Dann wird, nach etlichen Minuten und mehrmaligem Umrühren, mit chinesischer Sojasoße sparsam aufgegossen, fertig.

Moderne Sorten wie ‘Yuushou F1‘ sind meistens Hybriden. Jetzt kommt neu die samenfeste und im Herbst-Anbau zuverlässige Sorte ‘Yorokobi‘ auf den Markt.

Am besten nutzt man die Zeit nach dem Kochen und Genießen zum Schmökern in den neuen Saatgutkatalogen, natürlich gerne auch online. So bereitet man den eigenen Garten auf zukünftige Genüsse vor.

Es gibt zwar auch schossfeste Pak Choi-Sorten für den Hochsommer. Sie werden aber oft stark vom Erdfloh heimgesucht, man kommt kaum nach mit Gießen.

Besser ist es, Pak Choi erst ab Mitte Juli auszusäen (Voranzucht) und dann ab August bis Ende August im Garten auszupflanzen. Sobald die Pflänzchen Fuß gefasst haben, setzen meistens die ersten Herbstregen ein, und bis zur Ernte wachsen sie dann „fast von selbst“. Man kann reichlich vorsehen, weil man die Erntezeit eben mit Hilfe einer Vliesabdeckung bis weit nach Weihnachten hinausziehen kann.