Gemüseblog
Nach der Kältewelle
16. Februar 2021

Schon seit Jahren hatten wir keine so tiefen Nachttemperaturen. Schäden an überwinterndem „Gemüse sollten sich in Grenzen halten, weil sie weitgehend von einer dämmenden Schneeschicht geschützt waren“, hoffen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Dies gilt für Feldsalat und Spinat. Grünkohl, Rosenkohl und Lauch sind nur teilweise und in windoffenen Lagen an ihren äußeren Teilen geschädigt, die man vor der Zubereitung einfach abschneidet.

Aufgrund der reichlichen Schneefälle auf einen bereits vorher nassen Boden dürfte es noch etwas dauern, bis die Beetflächen wieder aufgetaut und abgetrocknet sein werden. Erst dann kann die Aussaat und Pflanzung der ersten Gemüsearten beginnen.

Wer ganz schnell frisches Grün will, sät jetzt Kresse oder Mungobohnen am Fenster aus:
Kresse kommt z.B. in Familien-Eispackungen mit ebenem Boden, der mit passgenau zugeschnittenem Küchenpapier in doppelter Lage ausgelegt und mit frischem Kressesamen so bestreut wird, dass man noch etwa 50 Prozent der weißen Fläche sieht. Täglich befeuchten und alles Wasser abgießen, nach einer Woche ernten.
Mungobohnen gibt es im Lebensmittelhandel. Man gibt einen Esslöffel in eine breite Schüssel mit Deckel, füllt etwas Wasser ein, schüttelt und gießt mit fast geschlossenem Deckel alles Wasser wieder ab. Reichlich anfeuchten und sofort wieder abgießen wiederholt man dann etwa zweimal täglich, nach drei Tagen beginnt die Ernte.