Gemüseblog
Gemüsebeete im Starkregen
15. Juli 2021

60 Liter, 80 Liter, 100 Liter Regen je m² - so lauten die Schlagzeilen. Wo sich Wasser sammelt entstehen reißende Bäche. Am besten sind möglichst viele Wasser aufnehmende Flächen auf jedem Grundstück, wissen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Im Gemüsebereich gibt es vor allem nach Ansaaten oder Neuanpflanzungen immer wieder offene Flächen, die gern oberflächlich verschlämmen und dann auch kein Wasser mehr aufnehmen können. Es fließt seitlich ab. Am besten beugen wir vor mit gut mit organischer Masse versorgten Böden, sie verschlämmen nicht so schnell. Wer tonreiche Böden hat, kann auch mit 5 bis 20 cm Sandauflage etwas abmagern. Ansonsten sollten offene Beetflächen stets leicht aufgehackt sein, und dann am besten mit einer dünnen Lage groben Grasschnitt oder anderen Grünabfällen dünn belegt sein. Dickere Auflagen sollte man vermeiden, sie bieten nur den Schnecken unnötig Unterschlupf an. Bereits dünne Auflagen hemmen die Verschlämmung, und zugleich sorgen sie dafür, dass das Wasser im eigenen Boden länger gespeichert bleibt: Die Auflage bremst Verdunstung aus dem Boden, und sie schattiert den Boden, der auch dadurch weniger Wasser verdunstet.

Zwischen den Kulturen lockert man den Boden, sobald er krümelt, dann deckt man dünn Mulch auf.
Aus aufgeweichten Böden lassen sich sehr leicht die Unkräuter ziehen, das sollte man ausnutzen. Das Ausreißen sorgt dann so ganz nebenbei für eine Lockerung, das gelingt auch wenn die Böden noch recht nass sind. Dabei sollten die Kultur-, also die Beetflächen nicht betreten werden. Alle Arbeiten verrichtet man vom Weg aus oder man verlegt Trittplatten. Nasse Böden verdichten sehr stark, wenn man sie bei Nässe betritt. Sie speichern dann in der Folgezeit viel weniger Wasser und auch weniger Luft.