Gartentipp
Lange Freude an Weihnachtssternen
14. November 2016

Die Adventszeit steht vor der Tür und mit ihr beginnt auch die Saison für die dekorativen Weihnachtssterne (Euphorbia pulcherrima). Bei uns ist die Pflanze aus der Vorweihnachtszeit kaum wegzudenken. Die Experten der Bayerischen Gartenakademie wissen wie die edlen Blütensterne gut gedeihen.

Ob in rot, rosa oder weiß, ob Minipflanze oder Hochstämmchen, für jeden Geschmack und Platzbedarf ist etwas dabei. Beherzigt man beim Kauf und der Pflege einige Tipps, dann bleiben die Pflanzen über Wochen schön.

Lange Lebensdauer durch den Einkauf

Die Wahl fällt am besten auf vollständig und kräftig belaubt Exemplare. Hängende oder sogar eingerollte Blätter sind ein sicheres Zeichen, dass man mit den Pflanzen keine lange Freude haben wird. Die Pflanzen sollten noch einen Teil geschlossener Blüten aufweisen. Die Blüten (Cyathien) sitzen fast unscheinbar im Inneren der bunten Hochblätter (Brakteen). Sind diese Blüten bereits zum Teil oder ganz abgefallen, so spricht man von überblühten Pflanzen.
Weihnachtssterne reagieren empfindlich auf Zugluft und Kälte. Sonderangebote, die in Supermarktketten bei kühlen Temperaturen auf dem Boden stehen oder auf Wochenmärkten im Freien verkauft werden, haben keine hohe Lebenserwartung. Aber auch lange Transportzeiten in Dunkelheit und kühler Umgebung sowie die hohe Luftfeuchtigkeit in den Folienverpackungen schaden. In Fachgeschäften ist es üblich, Weihnachtssterne rundum gut mit Papier zu verpacken, bevor der Kunde mit ihnen ins winterliche Freie tritt. Doch auch so geschützt sollte die Pflanze schnell in die warme Wohnung kommen.

Lange Lebensdauer durch den Standort

Zuhause möchte der Weihnachtsstern möglichst hell und warm stehen. Temperaturen zwischen 18 und 20 Grad Celsius sind ihm am liebsten. Auch hier gilt: keine Zugluft. Um sicher zu gehen, stellt man die Pflanze beim Lüften an einen anderen Platz. Der Wurzelballen sollte stets leicht feucht sein, die Erde keinesfalls zu nass, sonst sterben die Wurzeln ab und die Pflanze reagiert schnell mit Blattfall.

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Der Weihnachtsstern gehört zu den Wolfsmilchgewächsen, deren Milchsaft Hautreizungen hervorrufen kann. Ursprünglich kommt er in den tropischen Laubwäldern Mexikos, Mittel- und Südamerikas vor. Dort ist Euphorbia pulcherrima ein immergrüner Strauch mit verholztem Stamm und spärlicher Verzweigung, der Wuchshöhen bis zu vier Metern erreichen kann.
Weihnachtssterne lassen sich erneut zum Blühen bringen: Nach einem leichten Rückschnitt und einem sonnigen Sommer verdunkelt man ab Mitte Oktober die Pflanzen etwa 13 Stunden über Nacht mit einem Karton. Rechtzeitig zu Weihnachten haben sich dann auch die grünen Hochblätter wieder gefärbt.
Den Namen „Poinsettie“ erhielt die Pflanze durch Joel Roberts Poinsett, der den Weihnachtsstern von Mexiko in die USA brachte. Deshalb verschenkt man dort traditionell am 12. Dezember zu seinem Todestag Weihnachtssterne.