Gartentipp
Späte Blüten im Garten
10. September 2018

Vieles ist verblüht, doch vereinzelt findet man jetzt in Gärten einen dunkelrosa blühenden Strauch. „Viel zu selten wird der Buschklee gepflanzt“, meinen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Der Buschklee (Lespedeza thunbergii) bietet vieles: attraktive Blüte im Herbst und damit noch Nahrung für Insekten, er ist pflegeleicht und trockenheitsverträglich, auch lässt er sich gut in der Gartengestaltung integrieren.

Viel Farbe im Spätsommer und Frühherbst

In vielen Gebieten hat es in diesem Jahr wenig geregnet. Dort wo nicht ständig bewässert wurde, tritt oft schon herbstliches Braun zu tage. Aber auch die ersten Astern öffnen ihre weißen, rosa oder lila Blüten. Hierzu passt das intensive Pink des Buschklees. Schon ab Ende August öffnen sich die ersten Blüten des reichblühenden Schmetterlingsblütlers. Diese erscheinen vermehrt im letzten Drittel der Triebe. Dicht an dicht hängen die Blütentrauben an den langen Zweigen. Da die Pflanze recht breit wächst und die Zweige über anderen Gewächsen hängen, sollte dem Buschklee ab Sommer viel Platz eingeräumt werden. Die üppige Blütenpracht legt sich wie eine Decke über umstehende Pflanzen.

Robust und pflegeleicht

Der Buschklee gehört zu den Halbsträuchern wie Bartblume und Blauraute. Das heißt, dass er nicht ausreichend verholzt und meistens im Winter von oben abfriert. Nach den winterlichen Frösten können die dürren Zweige etwa handbreit über der Erde abgeschnitten werden. In sehr rauen Gegenden sollte tiefer gepflanzt werden, um eine bessere Neubildung von Bodentrieben zu fördern. Im Frühjahr treibt er wieder neu, ähnlich wie Stauden, vom Boden aus. Nach einiger Zeit erscheinen hellgrüne Triebe, die sich senkrecht in die Höhe recken. Das frische Grün der Laubblätter passt gut zu den gräulichen weichen Knospen. Die jeweils jungen Blätter an der Triebspitze sind zusammengeklappt, was für den Buschklee charakteristisch ist. Bis zu eineinhalb Metern können die Triebe erreichen. Dann jedoch ist die Knospenlast zu schwer und die dünnen Zweige biegen sich.
In die Gartengestaltung lässt sich der Wuchs des Strauches gut einbinden. Bei Pflanzungen auf Mauerkronen hängen die Triebe wie ein blühender Vorhang elegant herab. Für Hangbepflanzungen, aber auch ganz normal im Beet eignet sich der Buschklee ebenso. Wo der hängende Wuchs stört, können die Triebe mit weiten Staudenhaltern locker fixiert werden.
Damit die Pflanze gut gedeiht, benötigt sie einen warmen und durchlässigen Standplatz in der Sonne. Selbst Trockenheit wie in diesem Jahr, macht einer eingewachsenen Pflanze nichts aus und sie zeigt auch ohne Zusatzbewässerung üppigen Blütenschmuck.
Möchten Sie sich nun an einen Buschklee in Ihrem Garten erfreuen, pflanzen Sie besser im Frühjahr. Dann kann die Pflanze bis zum nächsten Winter gut Wurzeln bilden und ist für die kalte Jahreszeit gestärkt.