Gartentipp
Mit viel Glück ins neue Jahr – der Glücksklee
24. Dezember 2018

Kaum ist Weihnachten vorbei, dreht sich alles um Silvester und Neujahr. Glückssymbole stehen nun hoch im Kurs – dazu gehört auch der Glücksklee. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie stellen die Pflanze vor.

Als Mitbringsels zur Silvesterfeier oder für gute Wünsche für das neue Jahr eignet sich wunderbar ein Töpfchen mit Glücksklee, denn ein vierblättriges Kleeblatt symbolisiert Glück.

Die Ursprünge liegen in Mexiko

Der nun angebotene Klee ist jedoch nicht mit dem heimischen Wiesen-Klee verwandt und trägt immer vierteilige Blätter. Beim „Glücksklee“ handelt es sich meist um die Sauerklee-Art Oxalis tetraphylla, deren Ursprung in Mexiko liegt. Die viergeteilten Blätter wachsen an bis zu 25 Zentimeter langen Stielen. Sie leuchten hellgrün und tragen deutliche braune Zonen. Am Abend schließen sich die Blätter wie Schirmchen. Sie wachsen aus kleinen zwiebelähnlichen Rübchen. Im Sommer bilden sich je nach Zuchtform weiße, rosa oder rote Blütenstände.

Glück beim Einkauf

Einen Glücksklee in guter Qualität erkennt man an kurzen und kräftigen Blattstielen. Sind diese schon lang und labberig, so war die Pflanze zu warm oder/und zu dunkel gestanden. Werden die Töpfchen bei großer Kälte im Freien verkauft, dann lassen Sie besser auch die Finger davon, denn Glücksklee ist nicht ausreichend winter- und frosthart.

Glückskleepflege im Zimmer und im Freien

Ein heller und kühler Standort ist ideal, damit die Pflanzen noch lange kräftig und kompakt bleiben. Die Temperaturen sollen möglichst zwischen zehn und 15 Grad Celsius liegen. Trockene warme Heizungsluft würde schnell weiche und sehr lange Blattstiele hervorrufen. Regelmäßige Wassergaben sind wichtig, jedoch sollte der Wurzelbereich nur mäßig feucht sein, um Fäulnis vorzubeugen.
Glücksklee kann mehrere Jahre erfreuen. Damit sich die Pflanze wohlfühlt und wir auch im Sommer noch Freude haben, wird Oxalis spätestens nach dem Frost im März in größere Töpfe mit durchlässiger Blumenerde gepflanzt und ins Freie gestellt werden. Die Überwinterung erfolgt dann ähnlich wie bei Kübelpflanzen frostfrei und hell. Es hat sich auch bewährt getopfte Glückkleepflanzen Ende Oktober in einen kühlen Keller zu räumen und den Topf über Winter trocken zu halten. Das eingezogene trockene Laub wird Ende Februar abgeräumt, die Pflanze hell gestellt, gegossen und gedüngt. Tipp: Sie können die Zwiebelchen von größeren Töpfen teilen. Außerdem können Sie eingezogene, kühl gestellte Töpfe etwa drei Wochen vor Silvester selbst zum Antreiben bringen.
Eine Alternative ist ein halbschattiger und geschützter Platz im Gartenboden. Dann werden die Knöllchen etwa fünf Zentimeter tief gesteckt und angegossen. Nach wenigen Wochen erscheinen die neuen Blätter und Blüten. Da die Pflanze nicht zuverlässig winterhart ist, braucht sie in der kalten Jahreszeit ausreichenden Kälteschutz. Bei starken Frösten kann sie erfrieren. Alternativ sollten die Zwiebelchen aus dem Boden genommen und der Ballen kühl und trocken überwintert werden.