Gartentipp
Lagerkontrollen bei Obst und Gemüse
31. Dezember 2018

Reiche Ernten von Obst und Gemüse erfreuen die Freizeitgärtner. Manches lässt sich über einen längeren Zeitraum lagern. „Regelmäßige Kontrollen sind wichtig“, mahnen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Die Tage zwischen den Festtagen lassen sich gut nutzen, um die Lagerbestände der eigenen Ernte zu kontrollieren.

Was liegt jetzt noch im Lager?

Zu den Lagergemüsen zählen Möhren, Rote Beete, Sellerie und andere Wurzel- und Knollengemüse. Lauch, Rosen-und Grünkohl kann bis zum Gebrauch auf den Beeten bleiben. Beim Obst sind es vor allem Äpfel, die noch auf den Verzehr warten.
Manch einer lagert in feuchtem Sand, im alten Gewölbekeller oder auch nur in großen Plastiktüten auf dem Balkon. Eine gewisse Luftfeuchte und tiefe Temperaturen ohne Frost sind nötig, damit die Gemüse lange frisch bleiben. Durch tiefe Temperaturen und eine Luftfeuchte um 90 Prozent ist die Verlustrate von Geschmacksstoffen, Vitaminen und anderen Faktoren am niedrigsten. Lange Licht- und warme Lufteinflüsse bei der Lagerung verringern vor allem den Gehalt an wertvollen Inhaltstoffen, vor allem Vitaminen, und auch die Festigkeit.
Zwiebeln werden trocken und nicht zu kalt gelagert. Um das schädliche „Vergrünen“ der Kartoffeln zu verhindern benötigen sie einen dunklen und kühlen Lagerplatz. Süßkartoffeln dagegen blieben auch bei Zimmertemperatur und in wärmeren Kellern noch lange prall.

Gesundheitskontrollen

Beim Kontrollieren der Erntelager geht es vor allem darum, kranke Früchte und Gemüse rasch auszusortieren. Schon beim Einlagern muss genau gearbeitet werden. Nur gesunde und unverletzte Ware eignet sich für eine längere Vorratshaltung. Selbst an leichten Schäden können sich schnell Krankheitskeime entwickeln, die auf die Nachbarprodukte übergreifen. Diese schadhaften Teile sollten Sie schnell entfernen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Die Kontrollen führen Sie am besten wöchentlich durch. Und noch besser: verwerten Sie vorrangig Ihr selbst angebautes Obst und Gemüse in der Küche. Dann schrumpft der Vorrat.
Die Witterung im Sommer mit Hitze und Trockenheit hatte erheblichen Einfluss auf die Lagerfähigkeit. So treten beim Apfel verstärkt Kernhausfäule, Schalen- und Fruchtbräune, verschiedene Fruchtfäulen sowie Stippe und ein Verlust an Festigkeit auf. Manche Sorten haben sich als besonders anfällig erwiesen.
Auch beim Gemüse entstehen typische Lagerkrankheiten durch Pilze und Bakterien. Ist dann die Luftfeuchte zu hoch, breiten sich die Schadorganismen schnell auf das gesamte Lagergut aus.