Gartentipp
(K)Ein Platz für Thuja
24. Juni 2019

Die Thuja – eine beliebte, schnellwachsende und häufig angebotene Heckenpflanze. Doch immer öfter fallen nun Lebensbäume (Thuja) auf, die braun dastehen. „Jetzt werden die Auswirkungen der letzten Jahre sichtbar“, sagen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Durch die Klimaveränderung haben es manche Pflanzen schwer. Besonders betroffen sind Nadelbäume.

Darüber freut sich der Lebensbaum

Die Thuja fühlt sich bei feucht-kühler Witterung wohl. In Gegenden mit ausreichend Niederschlägen und mäßigen Temperaturen stehen die immergrünen Hecken prächtig da, denn die Flachwurzler können das Wasser aus dem Boden gut aufnehmen.

Stress schädigt

Langanhaltende Trockenheit und Hitze, die in den letzten Jahren verstärkt auftraten, aber auch kalte Winde und Kälte führen zu Stresssymptomen. erst vertrocknen einzelne Zweige und schließlich die ganze Pflanze. Veränderungen im Wurzelbereich schaden zusätzlich. Schlechte Wasserführung des Bodens, oft in Zusammenhang mit Verdichtungen erschweren die Wasseraufnahme und fördern bodenbürtige Krankheiten.
Und dann kommt auch noch der Borkenkäfer. Dieses Tier befällt geschwächte und „gestresste“ Pflanzen. Zunächst fressen die Käfer an den Astansätzen, die teilweise sogar nach unten abknicken. Dadurch wird die Wassernachlieferung gestört. Nach der Verbräunung folgt das Absterben. Schließlich legen die weiblichen Borkenkäfer ihre Eier in die Rinde. Später findet man stecknadelkopfgroße Bohrlöcher und beim Entfernen der Rinde das Fraßgangsystem der Käferlarven. Als Folge stirbt die Pflanze ganz oder teilweise ab.

Was ist zu tun?

Sind schon Thuja gepflanzt, helfen nur eine gute Wasser- und ausgewogene Nährstoffversorgung, um möglichem Schaden vorzubeugen. Auch das wiederholte Mulchen unter der Hecke mit Rasenschnitt kann helfen, die Verdunstung im Boden einzuschränken und das Bodengefüge zu verbessern. Geschädigte Pflanzen entfernt man und sucht Alternativen. Eine immergrüne und robuste Schnitthecke kann mit der Eibe erzielt werden. Sommergrün sind dann Liguster, Hainbuche, Kornelkirsche und Feldahorn. Wer Platz hat, pflanzt eine freiwachsende Hecke mit blühenden und fruchtenden Zier- und Obstgehölzen.
Durch die Klimaveränderung der letzten Jahre, wird sich auch das Gartenbild mit der Zeit verändern. Andere Pflanzen halten Einzug in den Gärten, die mit der Wettersituation besser zurecht kommen.