Gartentipp
Minzen-Sommer
5. August 2019

Im Sommer, wenn es heiß ist und uns der Schweiß von der Stirn tropft, sind wir dankbar für erfrischende Getränke. „Wenige Blätter einer Minze zu aromatisiertem Wasser mit Sommerfrüchten geben den Frischekick“, empfehlen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Der Blattduft verschiedener Minze-Arten belebt uns und unseren Geist. Verschiedene Insekten freuen sich über die Blüten.

Minzen-Vielfalt

Wer denkt „Minze ist Minze“, der irrt und hat sich noch nicht in Gärten, im Gartenfachhandel oder gar bei Minzen-Fans umgesehen. Schon allein das Aussehen zeigt Unterschiede auf. Einige Arten wachsen sehr kompakt und bleiben klein, während andere sehr üppig wachsen und sich stark ausbreiten. Manche besitzen haarige Blätter, während andere fast glatt sind. Die Blattfarben variieren von hellgrün, über dunkelgrün bis hin zu lila-grün und sogar zweifarbig mit weiß oder gelb. Die Ananasminze hat einen weißen Rand an den Blättern und die Ingwerminze zeigt gelbe Sprenkel im grünen Laub. Und die Blattgrößen und Formen sind ebenfalls sehr individuell. Besitzt doch die Krause Minze stark gekrauste Blätter.

Minzen für verschiedene Verwendungszwecke

Klassisch ist die scharfe Pfefferminze, die gerne für Tee verwendet wird. Mild und fruchtig dagegen sind die „Obstminzen“: Ananasminze, Erdbeerminze, Orangenminze, Bananenminze, Ingwerminze, Apfelminze und andere. Wer gerne „After Eight“ mag, wird an der Schokominze seine Freude haben. Die Blätter dieser Pflanzen können Sie gut dosiert in fruchtigen Obstsalaten verwenden oder als frischen Zusatz zu Getränken. Bei der Hugo Cocktail-Minze, der Mojito-Minze oder Hemingway-Minze ist der Verwendungszweck schon klar. Probieren Sie verschiedene Verwendungsmöglichkeiten aus. Stark riechende und schmeckende Arten nutzen Sie besser in kleinen Dosen.

Minzen im Garten, auf Balkon und Terrasse

Minzen-Arten (Mentha) sind krautige Aroma-Pflanzen. Viele von ihnen besitzen eine ausreichende Winterhärte, so dass sie im Freien überwintern können. Die Wuchsfreude unterscheidet sich jedoch stark. Mit Blüte erreichen manche Pflanzen eine Höhe von 60 Zentimetern, während andere kaum die 20 Zentimeter erreichen. Die Ausbreitung erfolgt über unterirdische Ausläufer, so dass mache Minze gar zum Unkraut werden kann, wenn sie durch den Garten wandert. Empfehlenswert ist deshalb die Pflanzung in Töpfen oder anderen Gefäßen. Dies hat auch den Vorteil, dass sich die Minzen nicht untereinander mischen und bedrängen. Weniger robuste Pflanzen können so auch leichter im Haus oder an geschützten Stellen überwintert werden.
Was den Standort betrifft, so eignet sich ein Sonnenplatz, aber auch im Halbschatten kommen sie gut zurecht. Das hat sogar den Vorteil, dass die Erde nicht so schnell austrocknet, denn Minzen mögen lieber einen leicht feuchten Boden als einen zu trockenen. Bei ausreichend Nährstoffen wachsen sie üppig und können mehrfach geerntet werden.
Auch wenn oft empfohlen wird Minzen vor der Blüte zu ernten, besonders dann, wenn sie getrocknet werden soll, so lässt der Insektenfreund einen Teil der Pflanzen zum Blühen kommen. Die Lippenblüten, meist in den Farben weiß oder helllila, sind wertvolle Nahrungsquellen für Biene, Schmetterling und Co.