Gartentipp
Feldsalat - Mini-Salate auf dem Teller
2. September 2019

Es wird Zeit für den Wechsel auf dem Essteller. Abwechslung bei den Salaten bietet der Feldsalat. Die Mitarbeiter der Bayerischen Gartenakademie stellen Ihnen den „Kleinsalat“ vor.

Der Feldsalat ist ein typischer Herbst- und Wintersalat mit leicht nussigem Geschmack. Im Garten lassen sich jetzt noch freie Stellen mit diesem Blattgemüse nutzen. Außerdem schützt der Anbau den Boden.

Feldsalat nutzen

Feldsalat besteht aus kleinen, einzelnen Blattrosetten. Deshalb ist er ein idealer Salat auch für Einzelpersonen oder als Mischsalat zwischen anderen Blattsalaten. Da der Anbau im Spätsommer beginnt und durch die kalte Jahreszeit hinweg möglich ist, sind die Blätter oft nicht ganz so zart wie beim Kopfsalat. Dafür ist der Geschmack kräftiger, worauf der Name „Nüsslisalat“ hinweist. Feldsalat lässt sich auch gut mit Nüssen kombinieren.

Feldsalat anbauen

Ab jetzt können Sie Feldsalat säen oder pflanzen. Die Aussaat ins Beet funktioniert noch während des ganzen Septembers. Später wird es dem Samen für die Keimung meist zu kalt. Die Aussaat erfolgt in der Regel in Reihen, damit dazwischen auch gehackt und Unkraut entfernt werden kann. Wenn Sie den Feldsalat pflanzen, ist der Anbau auch noch später möglich, bis Mitte Oktober ins Freie und danach ins Gewächshaus. Dort ist in milden Wintern der Anbau sogar durchgängig bis ins Frühjahr möglich. Wird es draußen kalt, sollten Sie den Feldsalat im Beet und im Gewächshaus mit einer Vliesabdeckung schützen, damit er nicht zu stark im Wachstum stockt. Wer keinen Garten hat, kann Feldsalat auch problemlos im Blumenkasten anziehen.
In vielen Gärtnereien und manchen Gartencentern wird Feldsalat in Erdpresstöpfchen angeboten. Hierbei sind Samenkörner in einem solchen Erdwürfel gekeimt. Wie auch bei anderem Salat setzen Sie die Presswürfel mit den Jungpflänzchen so ins Beet, dass nur etwa die Hälfte mit Erde bedeckt ist. Dies ist wichtig, dass die Salatpflänzchen „im Winde wehen“ können und nicht auf der Erde aufliegen. So beugen Sie Fäulnis vor. Wer selbst in kleinen Töpfchen anziehen möchte, nimmt eine Multitopfplatte mit drei Zentimeter Topfgröße, füllt diese mit Aussaaterde und legt jeweils bis zu sieben Samen hinein. Drei Wochen später lassen sich die kleinen Pflanzenbüschel auspflanzen. Vorteil von gepflanztem Feldsalat ist die schnelle und saubere Ernte. Man schneidet mit dem Messer die fertigen Salatbüschel einfach weg.
Beim Feldsalat dauert es von der Aussaat bis zur Ernte nicht sehr lange - bei milder Witterung nur wenige Wochen. Deshalb ist ein satzweiser Anbau ratsam, um gleichmäßig ernten zu können und nicht von Feldsalat überhäuft zu werden.
Leider kann der Echte Mehltau Probleme bereiten und den Feldsalat schädigen. Achten Sie deshalb auf einen luftigen, nicht ganz vollsonnigen Standort und säen bzw. pflanzen Sie nicht zu dicht, damit eine schnelle Abtrocknung der Blätter gewährleistet ist.

Feldsalat schützt den Boden

Feldsalat eignet sich auch als Gründüngung. Er nutzt den restlichen Stickstoff im Boden und verhindert so die Auswaschung über den Winter. Außerdem ist der Boden bedeckt. Dies schützt Bodenlebewesen und verhindert Bodenerosion. Wenn nun freie Stellen im Beet vorhanden sind, z. B. nach dem Abernten von Bohnen oder Tomaten, kann der leere Platz gleich für Feldsalat genutzt werden. Selbst kleine Plätze sind nutzbar. Feldsalat in Reihe ist pflegeleichter. Als Gründüngung ist aber auch eine breitwürfige Aussaat denkbar. Entweder schneidet man immer die größten Röschen als Salat heraus oder man überlässt sich das Beet selbst. Im Frühjahr blühen die Pflanzen und säen sich wieder aus.