Gartentipp
Erntedank
30. September 2019

Am 6. Oktober feiern christliche Gemeinden das Erntedank-Fest. Der frühe Herbst bietet noch eine Fülle von erntefähigem Obst und Gemüse. „Auch wir sollten für die Ernte unseres Gartens dankbar sein“, meinen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie. Der Garten kann nicht nur unseren täglichen Speiseplan bereichern, er bietet uns Zierde und Erholung sowie Lebensraum für Tiere.

Wenn auch nicht jedes Jahr ist ein Super-Jahr für alle Obst- und Gemüsearten ist, so sind wir dankbar für die Ernte, die unser Garten bietet.

Dankbarkeit für die Ernte im Obst- und Gemüsegarten

Herbsthimbeeren liefern noch fast täglich süße Früchtchen. Äpfel, Birnen und Quitten füllen Erntekörbe und verschiedene Wildobstfrüchte warten auf die Verarbeitung. Jetzt wird die Sorten- und Artenvielfalt bewusst, wenn wir volle Erntegefäße betrachten.
Der Herbst wird immer auch mit Kürbissen in Verbindung gebracht. Durch die vielerorts noch milden Temperaturen liefern selbst Tomaten, Zucchini und Bohnen noch ausreichend Ernte. Blattgemüse wie Mangold und Salate (Endivie, Zuckerhut, Feldsalat u.a.) wachsen üppig und wandern nach Bedarf auf den Teller.

Dankbarkeit für das Schöne im Garten

Ein Garten ist keinesfalls nur Mühe. Gerade im Herbst bietet er ein Feuerwerk an Farben. Das Laub vieler Gehölze färbt sich bunt, Rot- und Gelbtöne treten in den Vordergrund. Eine typische Herbststaude ist die Aster, die mit ihren lila bis rosa oder weißen Blüten verschiedene Insekten anlockt und Nahrung bietet. Mit ihr um die Wette blühen Fetthenne, Dahlien sowie Bartblume.
Wieviel Leben bietet der Garten? Unterschiedlichste Tiere tummeln sich in den verschiedensten Ecken eines naturnahen Gartens: so sind dies kleinste Lebewesen, die verrottende Pflanzenteile zu Humus umsetzen, Vögel, die Nahrung bei frucht- und samentragenden Blumen und Gehölzen finden, Igel und Eichhörnchen, die sich noch ihren Wintervorrat anfressen müssen. Über den Winter bleiben vertrocknete Staudenstängel als Unterschlupf für Insekten und Co. stehen.

Dankbarkeit für den ideellen Nutzen

Jeder Garten ist anders und gibt auch Bild des Nutzers wieder. Persönliche Ideen und Vorstellungen können eingearbeitet werden. Ein Garten ist nie vollendet und perfekt. So gibt es einen stetigen Wandel mit den Jahren und auch innerhalb eines Jahres.
Der Garten ist eine Aufgabe. Wir müssen uns kümmern und bewegen uns gleichzeitig an der frischen Luft. Er ist Balsam für die Seele, denn beim Arbeiten oder Betrachten vergessen wir den Alltag. Der Garten ist ein Ort der Erholung, ein Ruhepol im hektischen Tagesgeschehen.
Die Ernte der Gartenarbeit ist nicht nur in der Menge der Gartenfrüchte zu sehen, sondern auch in der Schönheit und Vielfältigkeit, die auf diesem Stück Land zu finden ist. Ein naturnaher Garten kann ein kleines Stückchen Eden sein – sind wir dankbar dafür.