Gartentipp
Es ist Rosenzeit!
18. November 2019

Sie blühen nur noch vereinzelt und tragen Früchte, die sich für die herbstliche Dekoration und als Nahrungsgrundlage für Wildtiere eignen. Und trotzdem ist Rosenzeit.„Es ist die optimale Pflanzzeit für Rosen“, raten die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie. „Schon im nächsten Jahr schenken sie uns neue Blüten.“

Die Rose gehört in jeden Garten. Dank ihrer Vielgestaltigkeit lässt sie sich in großen und kleinen Gärten verwenden. Dort erfreut sie uns mit tollen Blüten und oft mit einem unvergleichlichen Duft.

Rosenpflanzzeit

Rosen und andere Gehölze wachsen bei herbstlichen Bedingungen gut an. Selbst in trockenen Gebieten gibt es nun ausreichend Wasser und der Boden ist nicht gefroren, so dass die Pflanzen sogar noch einige Wurzeln bilden können.
Das Rosenangebot ist riesig. Über Baumschulen vor Ort oder dem Onlineshop wird jetzt vor allem wurzelnackte Ware verkauft. Direkt von Anbaufeld ausgegraben kommen die Pflanzen in den Betrieb und Versand. Wurzelnackt, also ohne Erde und mit eingekürzten Trieben, lassen sich die Pflanzen nicht nur besser transportieren, sie sind oftmals kostengünstiger in der Anschaffung.

Richtig Rosen pflanzen

Wurzelnackte Pflanzen, die jetzt verstärkt angeboten werden, pflanzen Sie am besten sofort ein, damit die Wurzeln nicht austrocknen. Vor der Pflanzung werden schwache oder abgebrochene Triebe entfernt und verbleibende auf etwa 20 Zentimeter eingekürzt. Die Wurzeln kappen Sie ebenfalls etwas, besonders dann wenn sie gequetscht oder beschädigt sind. Dann stellt man die Pflanzen einige Zeit in ein mit Wasser gefülltes Gefäß, damit sich die Pflanze mit Wasser vollsaugen kann.
Bereiten Sie die Pflanzstelle vor: das Pflanzloch wird etwa 40 Zentimeter tief ausgehoben und zusätzlich noch gelockert. Achten Sie beim Pflanzen darauf, dass die Wurzeln frei nach unten hängen und später die Veredlungsstelle acht bis zehn Zentimeter unter der Erdoberfläche liegt. Dies schützt die Veredlung vor Frost und Austrocknen. Nach dem Angießen mit zehn bis zwanzig Litern können Sie die Pflanzen anhäufeln und mit Nadelgehölzweigen zusätzlich schützen.

Rosenvielfalt – Nutzen für viele

Rosen können nicht nur durch ihre Blüten schmücken. Viele von ihnen besitzen außerdem attraktive Früchte, die Hagebutten. Diese sitzen dann klein oder größer, rot oder schwarz, kugelig oder flaschenförmig, im Herbst und Winter an den mehr oder weniger bestachelten Trieben. Für kleinere Lebewesen dienen die Früchte in der nahrungsarmen Herbst- und Winterzeit als Futterquelle. Hauptsächlich einfachblühende und wenig gefüllte Arten und Sorten sowie Wildrosen bilden den Fruchtschmuck im Herbst. Deren Blüten sind im Sommer ein Futtermagnet für viele Insekten wie beispielsweise Bienen. Im dichten Geflecht der stacheligen Triebe nisten gelegentlich auch Vögel, die so sicher vor Katzen sind.
Wählen Sie robuste Rosensorten aus. Hilfestellung kann die ADR-Auszeichnung bieten. Hierfür werden neue Rosensorten über mehrere Jahre ohne Pflanzenschutz vor allem auf Gesundheit und Zierwert getestet. Darüber hinaus ist ein optimaler Standplatz die beste Voraussetzung für lange Freude.