Gartentipp
Barbarazweige – Blüten im Winter
2. Dezember 2019

Barbarazweige im Advent haben eine lange Tradition. „Machen Sie sich und Ihrer Familie eine Freude und stellen Sie jetzt Zweige von Blütengehölzen in die Vase, dann können Sie am Heiligen Abend ein Blütenwunder erleben“, schwärmen die Mitarbeiter der Bayerischen Gartenakademie.

Bunte Blumen in der tristen Jahreszeit künden schon vom Frühling. Verschiedene Blütengehölze aus dem Garten eignen sich zum Vortreiben in der Wohnung.

Barbarazweige zum Blühen bringen

Sind bestimmte Voraussetzungen gegeben erhält man schöne Blüten. Gehölze in der freien Natur benötigen eine winterliche Ruhephase, um wieder zu blühen. Am besten sind deshalb einige Frostnächte, bevor die Zweige für die Treiberei geschnitten werden. Sollte es noch nicht gefroren haben, kann eine Nacht in der Gefriertruhe helfen.
Schneiden Sie die Triebe der Gehölze schräg mit einem scharfen Messer an. So kann möglichst viel Wasser in den Leitungsbahnen aufgenommen werden. Das Vasenwasser sollte handwarm sein. Alle paar Tage wird es gewechselt und die Zweige neu angeschnitten. Zum Aufblühen sollen die Zweige warm und hell stehen. Ein Platz neben der Heizung oder dem Ofen ist jedoch zu warm und führt häufig zum Eintrocknen der Blütenknospen und Triebe.

Geeignete Gehölze für Barbarazweige

Traditionell werden Triebe von Kirschen oder anderen Obstgehölzen sowie Forsythien verwendet. Besonders zuverlässig zu Weihnachten zeigen frühblühende Kirschensorten ihre weiße Blüte. Aber auch weitere winter- und frühlingsblühende Gehölze können Sie im Garten schneiden. Es eignen sich sowohl japanische Zierquitten, aber auch Zierformen von Pflaume und Kirsche. Besonders leicht lassen sich winterblühende Gehölze wie Winterschneeball, Zaubernuss und Winterjasmin antreiben, da diese auch draußen schon in wenigen Tagen oder Wochen blühen würden. Sehen Sie sich die Knospen am Trieb genau an. Während sich die dickeren Knospen zu Blüten öffnen, bilden die dünnen Blätter.
Wenn sowieso Schnittmaßnahmen anstehen, finden abgeschnittene Triebe einen wunderbaren Platz in der Wohnung. Sie können über den ganzen Winter Zweige schneiden, die in kurzer Zeit ein Blütenmeer zaubern.

Der Ursprung der Barbarazweige ist eine Legende

Als sich die Heilige Barbara zum Christentum bekannte, widersetzte sie sich dem Willen ihres Vaters. Daraufhin ließ er sie zunächst in einen Turm sperren, um sie vom Christentum abzubringen. Später wurde sie in ein Gefängnis verlegt. Auf dem Weg dorthin verfing sich ein Kirschbaum-Zweig im Kleid der jungen Frau. Diesen stellte sie dann ihn ihren mit Wasser gefüllten Trinkbecher. Am Tag als sie zum Tode verurteilt wurde, erblühte der Zweig.
Der Namenstag der Heiligen Barbara wird in vielen Regionen traditionell am 4. Dezember begangen. Die geschnittenen Zweige sollen dann bis Heilig Abend erblühen. Die erscheinenden Blüten symbolisieren neues Leben in der dunklen Zeit und die Geburt Jesu.