Gartentipp
Letzte Zwiebelblumen pflanzen
9. Dezember 2019

Wer auch jetzt noch frühlingsblühende Zwiebelblumen steckt, hat gute Chancen auf eine erfolgreiche Blüte im Frühjahr. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie geben Tipps zur Pflanzung und Pflege.

Mancher hatte noch keine Zeit Zwiebelblumen zu pflanzen oder sie wurden gekauft und sind jetzt „aufgetaucht“. Kurz vor Weihnachten liegen Restposten von Frühlingsblumenzwiebeln in Discountern, Baumärkten und Gartencentern als Sonderangebote in den Regalen.

Gute Zwiebelqualität bringt schöne Blüte

Kaufen Sie jetzt restliche Zwiebeln ein, so achten Sie darauf, wo sie lagern. An Geschäftseingängen neben einem warmen Gebläse vertrocknen sie. Sind die Zwiebeln bei frostigen Temperaturen draußen ohne Schutz, so gibt es keinen blütenreichen Frühlings durch den Wechsel zwischen Gefrieren und Auftauen.
Die Blumenzwiebeln müssen noch fest und dürfen nicht völlig vertrocknet sein. Kleine Triebspitzen oder weiße Wurzelansätze schaden nicht. Zwiebeln mit langen, brüchigen Wurzel- oder Triebauswüchsen oder gar schimmelige Zwiebeln sollten Sie nicht mehr pflanzen. Der Pilzbefall schädigt die Zwiebeln so stark, dass sie sicher nicht zum Blühen kommen.

Ein Topf voller Blumenzwiebeln

Zur Wurzelbildung sind fünf bis acht Grad Bodentemperatur nötig, weshalb die Pflanzung im Garten nicht mehr günstig ist. Pflanzen Sie die Zwiebeln stattdessen in Töpfe mit mehr als 14 Zentimeter Durchmesser. Bei größeren Gefäßen hat sich eine Drainageschicht von wenigen Zentimetern mit Kies, Blähton oder anderem Material bewährt, bevor Sie eine Lage lockere und durchlässige Blumenerde hineinfüllen. Dicht an dicht stellen Sie nun die Zwiebeln hinein. Der Pflanzabstand kann sehr eng sein, lediglich die Wurzeln müssen genügend Raum haben. Für einen reichblühenden Frühling verwendet man die gleichen Arten oder Sorten, um elegante Harmonie zu zaubern. Verschiedene Zwiebelpflanzen bilden lustige und bunte Blumenbilder. Ein höheres Gefäß kann sogar mehrlagig mit Blumenzwiebeln belegt werden. Kleine Zwiebeln wie Krokusse, Traubenhyazinthen oder Schneeglöckchen kommen als letzte Pflanzen-Schicht bevor der Abschluss wieder mit Erde gemacht wird. Nun gießen Sie die Pflanzung an.
Damit sich ausreichend Wurzeln bilden, benötigen die getopften Zwiebeln in den nächsten drei bis vier Wochen Temperaturen von acht bis etwa zehn Grad Celsius. Sollte es draußen zu kalt sein, eignen sich auch Stellplätze in der Garage, im Gartenhaus oder im Keller. Anschließend kommen die Gefäße auch bei kalten Temperaturen ins Freie. Eine mehrwöchige Kühlphase (um null Grad) fördert die Blütenbildung. Ein Platz im Kleingewächshaus eignet sich ebenso wie eine geschützte Stelle mit Winterschutz auf dem Balkon oder eingegraben in der Erde. Wenn die ersten Sonnenstrahlen vom Ende des Winters künden, kann das Austreiben bei etwa zehn Grad gefördert werden.
Mit einem Topf voller Blumenzwiebeln haben Sie das perfekte Weihnachtsgeschenk für Gartenliebhaber oder Balkonbesitzer. Liefern Sie dann jedoch die Pflegeanleitung mit. Aus einem Gefäß, das scheinbar nur mit Erde gefüllt ist, entwickeln sich blühende Frühlingsboten, die manchmal sogar noch Nahrung für die ersten Insekten bieten.