Gartentipp
Trauermücken – kleine Plagegeister
13. Januar 2020

Lästig sind sie: kleine schwarze Mückchen, die beim Gießen der Zimmerpflanzen auffliegen und am Fensterglas oder Computerbildschirm sitzen. „Besonders in den Wintermonaten treten Trauermücken in Erscheinung“, äußern die Experten der Bayerischen Gartenakademie und stellen diese winzigen Tiere vor.

Aufgrund ihrer schwärzlichen Körperfärbung und dunklen Flügel der zwei bis vier Millimeter großen Insekten erhielten sie den Namen „Trauermücken“.

Lebensweise der Trauermücken

Erwachsene Trauermücken sind lästig, schädigen jedoch keine Pflanzen und stechen uns nicht. Problematischer sind die Larven: Die würmchenförmigen Larvenstadien haben eine Länge von fünf bis sieben Millimetern und wirken transparent bis glasig. Der auffällig dunkle Darm zieht sich durch den hellen und durchscheinenden Larvenkörper mit dunkler Kopfkapsel. Die Trauermückenlarven ernähren sich vorwiegend von durch Dauernässe abgestorbenen feinen Wurzeln. Dies rührt daher, dass man in den lichtschwachen Monaten und trockener Zimmerluft häufig zu viel gießt. Weibliche Tiere legen 20 bis 40 Eier in feuchte und humose Erde.

Schäden an Pflanzen

Sterben Zimmerpflanzen ab, so sind Trauermücken nicht die Hauptschuldigen. Die Ursache liegt vor allem darin, dass die durch Nässe und Luftmangel abgestorbenen Wurzeln ihre Aufgabe, die Versorgung der Pflanze mit Wasser und Nährstoffen, nicht mehr erfüllen können. Trauermücken sind unangenehme Begleiterscheinungen.
Bei zu nasser Anzucht von Gemüse oder Zierpflanzen können Trauermücken-Larven die jungen Pflänzchen beträchtlich schädigen. Jedoch ist auch hier die große Nässe verantwortlich, die den Mückenlarven einen geeigneten Lebensraum bietet.

Abwehr und Bekämpfungsmaßnahmen

Damit die Lästlinge wieder verschwinden, müssten Sie die Erde möglichst trocken halten. Gießen Sie von unten über den Untersetzer, so bleibt die Erdoberfläche trocken. Schütten Sie überschüssiges, nicht aufgenommenes Wasser, vor allem auch von Übertöpfen ab, dann bildet sich keine Staunässe. Vorteilhaft ist das Aufbringen einer Schicht von feinem Sand auf der Erdoberfläche. Dies erschwert die Eiablage und somit die Vermehrung.
Erwachsene Tiere lassen sich mit klebrigen Gelbstickern dezimieren. Sie fliegen bevorzugt auf helle Farben und bleiben schließlich kleben. Häufig lässt das Trauermückenproblem in den Sommermonaten nach, da die Zimmerpflanzen bessere Wachstumsbedingungen haben und das gegossene Wasser schneller verwerten können.
Bewahren Sie einen kühlen Kopf, wenn Trauermücken auftreten. Gehen Sie gezielt gegen die lästigen Plagegeister vor. Auch die Pflanzen danken für eine überlegte Vorgehensweise.
Torffreie und torfreduzierte Substrate weisen hohe Gehalte organischer Substanz auf wie Komposte, Grüngutkomposte, Holzfasern und andere, was eine gezielte Wasserversorgung der Zimmerpflanzen erschwert. Oft bleiben diese Substrate dann lange sehr feucht, was den Lästlingsbefall fördert.