Gartentipp
Zeit für den Gartenboden
24. Februar 2020

So allmählich treibt es uns nach draußen, um Neues im Garten anzupflanzen. Eine Pflanze entwickelt sich optimal, wenn ausreichend Nährstoffe im Boden verfügbar sind. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie erklären, warum Bodenproben wichtig sind.

Bodenproben geben Auskunft über den Ist-Zustand des Gartenbodens. Düngeempfehlungen für die neue Gartensaison lassen sich aus den Ergebnissen ableiten.

Günstige Zeit für die Bodenprobe

Das zeitige Frühjahr oder der späte Herbst eignen sich besonders für die Bodenprobenahme, denn Bodenaktivität und Umsetzung von Nährstoffen sind verlangsamt. Außerdem steht beispielsweise das Gemüsebeet leer. Eine Bodenprobe bildet den „Ist-Stand“ des Gartenbodens ab.
Die Zusammensetzung des Bodens ändert sich nicht sehr, deshalb ist es ausreichend bei einer Neupflanzung im Garten und später alle paar Jahre eine Bodenprobe zu nehmen. Grundsätzlich werden von den unterschiedlich genutzten Flächen getrennte Proben genommen. Am wichtigsten ist die Beprobung im Gemüsegarten, da hier am meisten und mehrfach in der Saison gedüngt wird.

Bodenproben richtig nehmen

Je nach Größe der einheitlich bewirtschafteten Fläche erfolgen gleichmäßig verteilt zehn bis 15 Einstichstellen. Während meist 20 bis 30 Zentimeter tief gestochen wird, sind bei Rasenflächen zehn Zentimeter ausreichend. Möchten Sie viele Gehölze pflanzen, kann eine tiefere Beprobung sinnvoll sein. Am einfachsten funktioniert es mit einem Bohrstock, aber Sie können auch einen Spaten verwenden. Die Erde aus den einzelnen Einstichstellen wird gut vermischt und davon 500 Gramm für die Laboranalyse entnommen. Diese schicken Sie dann beschriftet an ein Bodenlabor.

Empfehlenswerte Analysen

In der Regel ist eine Standard-Bodenuntersuchung ausreichend. Sie umfasst neben der Bodenart die Gehalte von Phosphat und Kalium sowie den pH-Wert. Zusätzlich können Magnesium und Humusgehalt untersucht werden. Der Stickstoffgehalt wird erst kurz vor Kulturbeginn festgestellt. Dies können Sie auch selbst mit einem sogenannten Nitrat-Schnelltest durchführen.
Nur eine optimal versorgte Pflanze bleibt gesund und bringt gute Erträge. Durch eine Bodenuntersuchung wird nicht nur Mangel, sondern auch Überschuss von Nährstoffen festgestellt. Die Ergebnisse geben Aufschluss über die Nährstoffe, die gedüngt werden müssen. Grundsätzlich ist die Bodenanalyse ein wichtiger Bestandteil für das umweltgerechte und naturnahe Gärtnern. Oft reichen dann Einzelnährstoffe anstelle Volldünger aus.

Weitere Hinweise zur Bodenprobenahme und zum anschließenden richtigen Düngen finden Sie in den Informationen der Bayerischen Gartenakademie: