Gartentipp
An die Kräuter –fertig, los!
16. März 2020

Milde Temperaturen und Sonnenstrahlen lassen uns aufleben und den Winterblues vergessen. „Zum Frühling gehören frische Kräuter dazu“, schwärmen die Mitarbeiter der Bayerischen Gartenakademie.

Frische Kräuter peppen unsere Speisen auf und liefern Vitamine und Mineralstoffe. Erste Pflanzen spitzen im Garten aus der Erde, andere bietet der Handel im Topf an.

Beliebter Schnittlauch

Der Schnittlauch gehört zu den am häufigsten genutzten Kräutern. Die röhrenförmigen Laubblätter mit ihrer typischen Schärfe lassen sich natürlich am besten frisch in der Küche verwenden, sei es im Salat, über Eierspeisen oder einfach nur auf dem Butterbrot. Als Würzkraut nutzt man die bis 30 Zentimeter hohen Röhrenblätter. Je nach Sorte können diese sehr zart oder gröber sein. Zur Ernte werden die Blätter bis auf etwa drei Zentimeter geschnitten, am besten mit einem scharfen Messer oder einer Schere. Stellt man das grüne Sträußchen in ein mit etwas Wasser gefülltes Glas, halten die Halme zwei Tage frisch.
Im Garten erscheinen die ersten Röhren. Für einen größeren Bedarf eignen sich jedoch jetzt besser vorgezogene Schnittlauchtöpfe, wie sie in Gemüsegärtnereien, Gartencentern oder im Lebensmitteleinzelhandel angeboten werden. Regelmäßige Wassergaben, je nach Temperatur des Standortes, und ein heller bis sonniger Platz sorgen dafür, dass die Pflanze mehrfach beerntet werden kann. Da die Pflanze im Gewächshaus vorgetrieben ist, verträgt sie keinen Frost, falls sie auf dem Balkon steht.
Später kann der Schnittlauch in den Garten gepflanzt werden. Am liebsten hat er einen nährstoffreichen, nicht zu trockenen und kalkhaltigen Boden ohne Staunässe. Auch wenn Zwiebelgemüse-Arten eigentlich recht genügsam sind, benötigt der Schnittlauch für eine reiche und wiederholte Ernte während des Sommers immer wieder Wasser und Nährstoffe. Am besten geschieht dies mit einer stickstoffbetonten Flüssigdüngung. Die rosa bis rötlichen Schnittlauchblüten, die während des Sommers auf harten Stängeln sitzen, bieten für viele Insekten und Bienen eine willkommene Nahrung.

Petersilie im Topf

Die Petersilie ist ein weiteres beliebtes frisches Küchenkraut, das sich sehr vielseitig einsetzen lässt. Durch den milden Winter haben Petersilienpflanzen im Garten überwintert und treiben nun auch erste Blätter zur Nutzung. In ein paar Wochen entstehen die typischen Doldenblüten und die zweijährige Pflanze stirbt ab.
Petersilie gibt es mit glatten oder krausen Blättern. Auch sie bekommt man nun in Töpfen zu kaufen. Oftmals wurden die Pflänzchen eng gesät, so dass man sie büschelweise vereinzeln und mehrere Gefäße oder einen größeren Topf damit bestücken kann. Später ist das Auspflanzen im Garten möglich. Leider bekommt die Petersilie durch Wurzelschädigungen oft gelbe Blätter.

Doch es gibt noch mehr frisches Grün

Gibt es wieder heimische Tomaten, werden bald schon Kräutertöpfe mit Basilikum angeboten. Dieser ist sehr wärmebedürftig und verbleibt am hellen Fenster.
Im Garten sprießen verschiedene Wildkräuter, die ebenfalls die Würze in den Speiseplan bringen. Dazu gehören beispielsweise Knoblauchsrauke, Brennnessel und Giersch, deren junge Blätter in der Küche verwendet werden können. Ganz nach dem Motto: iss dein Unkraut einfach auf!
Außerdem können Sie bald erste Blätter der Wilden Rauke und der Pfefferminze nutzen. Bärlauch, Zitronenmelisse und Oregano treiben üppig junges Grün. In kälteren Regionen können Sie Vlies auflegen. So regen Sie die Kräuter zum Wachsen an.