Gartentipp
Gemüse aus der Kiste
30. März 2020

Salate, Tomaten, Kräuter, Kartoffeln, Kohl und mehr wachsen im Gewächshaus oder auf dem Acker. „Ein Teil des Gemüses für die Selbstversorgung lässt sich in Kisten ziehen“, so meinen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Die Urban Gardening-Bewegung macht es uns vor wie Hinterhöfe und andere Plätze zur Nahrungsmittelproduktion genutzt werden können. Warum nicht auch auf Balkon und Terrasse das eigene Gemüse anbauen? Lokaler geht nicht.

Voraussetzungen für Gemüseanbau auf kleinstem Raum

Jede Pflanze braucht zum Wachsen genügend Platz im Wurzelraum. Verwenden Sie deshalb nicht zu kleine Gefäße. Dies würde auch die Pflege erschweren wie das häufigere Gießen. Als praktisch haben sich sogenannte „Bäckerkisten“ erwiesen. Diese lebensmittelechten Gitter-Kunststoffkisten gibt es im Baumarkt. Sie werden mit Vlies oder Pappe ausgelegt, damit die Erde seitlich nicht herausfällt, aber das Wasser ablaufen kann.
Ein weiteres Kriterium ist ein gutes Pflanzsubstrat. Dies enthält schon eine Grunddüngung. Starkwachsende und langstehende Gemüsearten wie Tomaten benötigen jedoch immer wieder zusätzlich eine (flüssige) Nachdüngung. Achten Sie beim Gießen darauf, dass die Pflanzen gut versorgt sind. Schlimmer jedoch als kurzfristiges „zu trocken“ ist ein „zu nass. Hier sterben häufig Wurzeln ab. Grundsätzlich sind Pflanzen in Gefäßen immer auf Ihr Zutun angewiesen. Anders als im Gartenboden ist der Wurzelraum stark begrenzt.
Gemüse benötigt Licht zum Wachsen. Ein Platz an der Sonne wäre optimal. Bei Hitze kann vermehrtes Gießen nötig sein. Auch im Halbschatten gedeihen Gemüse und Salate noch prächtig. Ein reiner Schattenstandort erweist sich hingegen als ungünstig.

Erfolgreiche Ernte

Für den Kistenanbau eignet sich fast jegliches Gemüse von Aubergine bis Zitronengurke. Achten Sie auf den Platzanspruch und pflanzen Sie nicht zu eng. Während in der Kiste nur eine prächtige Zucchini-Pflanze wächst, könnten jedoch auch zwei Snackpaprika und sechs Pflücksalate stehen. Überprüfen Sie Ihre Bedürfnisse.
Besonders Spaß macht es mit Außergewöhnlichem: alte oder farbige Sorten. Da die Kisten mit lockerem Substrat gefüllt sind, ist der Anbau von Wurzel- und Knollengemüse besonders leicht. So wachsen beispielsweise Möhren wirklich auch lang und sind nicht wie oft in einem schweren Boden kurz und beinig. Übrigens können Sie auch Kartoffeln in der Kiste erzeugen.
Kräuter braucht man das ganze Jahr über. In Kombination mit Gemüse ergibt es richtig gefällige und bunte Kisten. Viele Kräuter wie Thymian, Bohnenkraut, Schnittlauch und Basilikum blühen auch und bieten so Nahrung für Bienen und andere Insekten.
Hier finden Sie weitere Hinweise zum Gärtnern in der Kiste:

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